• 02.09.2016, 09:00:01
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  • OTS0009 OTW0009

Umweltschädliche Subventionen in den Bereichen Energie und Verkehr

Wien (OTS) - Förderungen zählen zu den effektivsten
Lenkungsinstrumenten, um Produktions- und Konsumstrukturen
nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig bringen aber, international
und auch in Österreich, zahlreiche Fördermaßnahmen negative
Nebeneffekte für die Umwelt mit sich. Eine WIFO-Analyse der
bestehenden Förderungen mit negativen Umweltauswirkungen in
Österreich ergibt ein jährliches Volumen von 3,8 bis 4,7 Mrd. €.

Quantifiziert wurden die Bereiche Verkehr, Energie und Wohnen.
Während knapp zwei Drittel der für Österreich analysierten
Förderungen die nationale Ebene betreffen, basieren viele
Förderstrukturen auf EU-Regelungen oder völkerrechtlichen Verträgen
und können daher von Österreich allein nicht verändert werden.

Der größte Teil der umweltschädlichen Steuerbegünstigungen
entfällt in Österreich auf den Verkehr (etwa die Hälfte) und den
Bereich Energie (etwas über ein Drittel). Im Bereich Wohnen fallen
knapp 14% der Subventionen mit negativen Umwelteffekten an. Wie in
den meisten anderen europäischen Ländern spielen direkte Subventionen
(Förderung über Zuschüsse, Darlehen, etc.) in Österreich kaum eine
Rolle. Der Großteil der Förderungen besteht aus Steuerbegünstigungen
- vorwiegend im Rahmen der Energie- und Einkommensbesteuerung.

Eine Reform des Fördersystems unter Berücksichtigung der
Umwelteffekte kann neben den positiven Umweltwirkungen auch Spielraum
für den alternativen Einsatz der Mittel schaffen und den Spielraum
der öffentlichen Haushalte für die aktive Gestaltung des
Strukturwandels durch Unterstützung entsprechender Investitionen oder
umweltrelevanter Forschung und Entwicklung mit langfristigem
Planungshorizont erweitern. Durch Umschichtungen wären die Mittel
zukunftsfähig unter Berücksichtigung sozialer und standortsichernder
Aspekte neu zu verteilen. Der Abbau umweltschädlicher Subventionen
kann so dazu beitragen, Konsum- und Produktionsprozesse nachhaltiger
zu gestalten.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht
8/2016 (http://monatsberichte.wifo.ac.at/58977)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WFO

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