Wiener Spitalskonflikt: Bundeskurie zeigt sich solidarisch

Verträge sind einzuhalten – Nachverhandlungen dringend erforderlich

Wien (OTS) - Die Bundeskurie Angestellte Ärzte der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) erklärte sich am Donnerstag in einer Aussendung solidarisch mit der Ärztekammer für Wien. „Wir unterstützen die Forderungen unserer Wiener Kollegen vollinhaltlich“, betonte Karlheinz Kornhäusl, stellvertretender Obmann der Bundeskurie und Sprecher der Bundessektion Turnusärzte. Einmal abgeschlossene Verträge seien in jedem Fall einzuhalten. Wenn man plane, Dienste zu verschieben oder zu streichen, dann dürfe dies nicht ohne die Schaffung adäquater Rahmenbedingungen passieren. „Die ersatzlose Streichung von Diensten aus Kostengründen ist für uns inakzeptabel“, sagte Kornhäusl.

Eine Streichung von Diensten würde einerseits die Leistungsfähigkeit der betroffenen Spitäler stark einschränken. Andererseits bekämen vor allem die Patienten negative Folgen solcher Sparmaßnahmen zu spüren, warnte Kornhäusl: „Weniger Nachtdienste bedeuten unterm Strich, dass die Patienten während der Nachtstunden weniger gut versorgt werden bzw. dass womöglich nur ein Arzt für eine große Abteilung zuständig ist.“ Auch die geplante Auszahlungssperre für Überstunden sei der Sache nicht dienlich. Der stellvertretende Bundeskurienobmann appellierte daher eindringlich an die Vertreter der Wiener Gesundheitspolitik, die Verhandlungen mit der Wiener Ärztekammer wieder aufzunehmen und im Interesse der Patienten und der Ärzteschaft den Dialog zu suchen. (slv)

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