- 25.08.2016, 10:00:01
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Österreich 2025: Eine Agenda für erhöhte Dynamik, sozialen Ausgleich und ökologische Nachhaltigkeit
Wien (OTS) - Auf Österreich kommen immer größere Herausforderungen
zu, die nach neuen Lösungen drängen. Bereits in den letzten Jahren
erodierte die heimische Spitzenposition hinsichtlich Einkommen,
Arbeitslosigkeit und Innovationskraft. Die Krisenherde um Europa und
die aktuelle Handlungsschwäche der EU verstärken den Bedarf nach
raschen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen. Das WIFO
erarbeitete in seinem Forschungsprogramm "Österreich 2025" bereits
eine Reihe von Analysen zur strategischen Neuausrichtung und
wirtschaftspolitischen Empfehlungen zur Bewältigung der in den
kommenden zehn Jahren dringlichsten Aufgaben.
Die vom WIFO identifizierten großen Themen, mit denen sich die
heimische Politik in den nächsten zehn Jahren befassen muss,
betreffen fünf Bereiche:
- Die bereits in den letzten Jahrzehnten beschleunigte
Globalisierung wird anhalten. Neue Märkte werden hinzukommen, während
angestammte Absatzregionen an Bedeutung verlieren werden. Dies wird
die heimische Exportwirtschaft zunehmend herausfordern und verlangt
nach einer Anpassung der bisherigen Strategielinien.
- Die Alterung der heimischen Bevölkerung bei gleichzeitig starkem
Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland und Flüchtlingen erfordert
neue sozial- und wirtschaftspolitische Antworten auf diese
veränderten demographischen Gegebenheiten.
- Der durch die zunehmende Digitalisierung und geänderte
Konsumgewohnheiten hervorgerufene Strukturwandel verlangt nach
leitenden und stützenden Maßnahmen. Technologie- und wissensbasierte
Branchen gewinnen in Zukunft weiter an Gewicht. Sie benötigen adäquat
ausgebildete Arbeitskräfte und einen modernen Kapitalstock.
- In Österreich sind die Einkommensunterschiede zwar etwas geringer
als im EU-Durchschnitt, jedoch belasten die wegen wachsender
Unterschiede zwischen den Markteinkommen erforderlichen
Transferleistungen immer stärker die öffentlichen Haushalte.
- Die allgemeinen Gefahren des Klimawandels und die Notwendigkeit
rascher Reaktionen wurden 2015 anlässlich des UNO-Klimagipfels in
Paris durch anspruchsvolle Zielvorgaben eindrucksvoll bestätigt. Zwar
erzielte Österreich in den vergangenen Jahren Fortschritte
hinsichtlich der Entkoppelung des CO2-Ausstoßes vom
Wirtschaftswachstum, fiel aber seit 2000 im Vergleich mit den in
anderen Ländern erzielten Erfolgen stark zurück. Die Anstrengungen
sind nun erheblich zu verstärken, um die zugesagten Ziele zu
erfüllen.
- In den Bereichen Innovationen, Digitalisierung, Ausbildung und
Umwelttechnologien ist die österreichische Position nicht mit den
Erfordernissen einer Spitzenposition hinsichtlich der
Pro-Kopf-Einkommen vereinbar.
Das WIFO identifiziert in einem Zwischenbericht zu "Österreich
2025" die Ursachen der aktuellen Wachstumsschwäche und legt die
Grundsätze dar, denen erfolgreiche Reformen folgen müssen. Zu den
fünf Reformschwerpunkten werden vorläufige wirtschaftspolitische
Empfehlungen präsentiert.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem WIFO-Monatsbericht
8/2016 (http://monatsberichte.wifo.ac.at/58975)
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