- 16.08.2016, 09:00:17
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Die Europäischen Verbraucherzentren Deutschland und Österreich warnen vor betrügerischen Schlüsseldiensten
Wien (OTS/VKI) - Die Tür ist zu, die Nerven liegen blank und der
Schlüsseldienst, den die Suchmaschine vorschlägt, verspricht rasche
Hilfe. Auf diese Weise sind bereits viele österreichische Verbraucher
an zwielichtige Monteure aus dem Nachbarland geraten. Kaum war die
Tür geöffnet, verlangten diese bis zu 1.000 Euro. In der Regel wurde
noch vor Ort die sofortige Zahlung gefordert. Teilweise verfügen die
deutschen Anbieter nicht über die notwendige Gewerbeberechtigung, um
in Österreich tätig zu sein. Erschwerend kam in manchen Fällen hinzu,
dass der Schlüsseldienst als Firma gar nicht existierte oder auf der
Rechnung eine falsche Adresse angegeben war. Dies macht die
Rückforderung des Geldes nahezu unmöglich.
Einige Tipps gegen die Schlüsseldienst-Abzocke:
- Hinterlegen Sie bei einem vertrauenswürdigen Nachbarn oder
Bekannten einen Ersatzschlüssel. Alternativ gibt es Dienstleister,
welche die Verwahrung von Schlüsseln übernehmen und im Notfall
vorbeibringen (Schlüsseldepot/ Schlüsselverwahrung). So brauchen Sie
bei Verlust keinen Schlüsseldienst zu beauftragen.
- Kontaktieren Sie nicht den erstbesten Schlüsseldienst, den die
Internetrecherche ergibt. Vorsicht ist insbesondere bei Anbietern mit
einer 0800-Telefonnummer geboten. Diese agieren meist überregional
und sind an einem maximalen Gewinn interessiert. Unseriöse
Schlüsseldienste verwenden oft auch einen Zusatz wie ,,AA‘‘
(Aufsperr- und Aufschließdienst), um in alphabethisch sortierten
Listen weiter oben zu erscheinen.
- Fragen Sie bereits am Telefon nach dem Preis. Erhalten Sie keine
Auskunft, sollten Sie sich besser für ein anderes Unternehmen
entscheiden.
- Bezahlen Sie möglichst nur mit Kreditkarte. Mittels „Chargeback“
können Sie sich im Betrugsfall den Betrag von Ihrer Bank
zurückerstatten lassen.
- Rufen Sie die Polizei, wenn Sie vor Ort unter Druck gesetzt
werden.
- Da ein Vertrag außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossen wird,
ist es wichtig, dass man Sie in Textform auf Ihr Widerrufrecht
hinweist. Geschieht dies nicht, können Sie den Vertrag theoretisch
noch Monate später widerrufen und die Rückerstattung Ihres Geldes
verlangen.
Wo findet man seriöse Anbieter?
- Die Wirtschaftskammer (WKO) gibt Auskunft darüber, ob ein
Schlüsseldienst eine Gewerbeberechtigung in Österreich hat. Unter der
24h-Hotline 513 513 8 erreichen Sie rund um die Uhr geprüfte
Schlüsseldienste.
- Das „Gütesiegel Aufsperrer“ des Kuratoriums für Einbruchsschutz
und Objektsicherung (KEO) ist ein weiterer Indikator dafür, ob ein
Anbieter seriös ist. Die Mitarbeiter zertifizierter Betriebe tragen
einen entsprechenden Ausweis.
SERVICE: Weitere Informationen zum Thema gibt es unter
www.europakonsument.at.
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