- 10.08.2016, 14:08:42
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Haubner zu Bonus/Malus: Aktive Arbeitsmarktpolitik betreiben statt immer wieder mit Strafen zu drohen
Rezepte für Beschäftigung liegen auf dem Tisch – Jetzt ist vor allem Sozialminister gefragt – Lieber neue Lösungsansätze als beschlossene Gesetze wieder aufzuschnüren
Utl.: Rezepte für Beschäftigung liegen auf dem Tisch – Jetzt ist vor
allem Sozialminister gefragt – Lieber neue Lösungsansätze als
beschlossene Gesetze wieder aufzuschnüren =
Wien (OTS) - „Das Ziel, das sich die Regierung gesetzt hat, nämlich
die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer anzuheben, ist fast
erreicht. Daran zeigt sich wieder, dass sich unsere Betriebe ihrer
Verantwortung voll bewusst sind. Ihnen jetzt trotzdem mit weiteren
Sanktionen zu drohen ist absolut entbehrlich und der falsche Weg“,
betont Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner in Richtung
Sozialminister Stöger. Anstatt bereits beschlossene Gesetze wieder
aufzuschnüren zu wollen, sollte der Sozialminister lieber an neuen
Lösungsansätzen arbeiten, um die Arbeitslosigkeit endlich in den
Griff zu bekommen. „Unsere Betriebe leisten Herausragendes und
schaffen jedes Jahr einen neuen Beschäftigungsrekord. Die Probleme am
Arbeitsmarkt sind großteils hausgemacht. Hier braucht es endlich
gezielte Strukturreformen und den Mut auch wirklich etwas zu ändern.
Das fortwährende Aufschieben, Schuldzuweisen und Negieren muss ein
Ende haben“, so Haubner.
Zum einen wünscht sich der Sozialminister mehr Investitionen, zum
anderen droht er den Betrieben mit Geldstrafen. „Das kann nicht
funktionieren“, betont Haubner. Es brauche gezielte Anreize, wie etwa
eine Investitionsprämie und eine Senkung der hohen Abgabenquote.
„Wenn wir wollen, dass die Unternehmen wieder mehr investieren,
müssen wir ihnen aber auch die notwendigen Freiräume dafür schaffen.
Der Belastungsrucksack muss kleiner werden“, so Haubner und
abschließend: „Arbeitsmarktpolitik gestaltet sich nicht von selbst.
Die Rezepte, die sich positiv auf die Beschäftigung auswirken, liegen
auf dem Tisch. Sie müssen nur umgesetzt werden. Strafen gehören hier
sicherlich nicht dazu. Die schaffen keinen einzigen Arbeitsplatz.“
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