- 08.08.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Absurdistan" von Harald GRUBER
Ausgabe vom 9. August 2016
Utl.: Ausgabe vom 9. August 2016 =
Linz (OTS) - In Absurdistan kann Absurdes die Lösung sein. Genau in
diesem Absurdistan —abseits des Vorstellungsvermögens von
Normalsterblichen — hat sich der Linzer Swap-Skandal entwickelt. Auf
der einen Seite mindestens zwei von überbordender Selbstherrlichkeit
geplagte SPÖ-Politiker und ein überforderter Millionen-Jongleur im
Beamtensessel. Auf der anderen Seite eine mit allen Wassern
gewaschene Hausbank der Landeshauptstadt.
Die gestrige Festlegung der Linzer Stadtregierung, eine Zahlung von
100 Millionen Euro zu akzeptieren, ist angesichts der seinerzeitigen
Selbstherrlichkeit von Bürgermeister Dobusch und Stadtrat Mayr sowie
angesichts der desaströsen Linzer Finanzsituation absurd. Im
Absurdistan des monströsen Finanz-Skandals aber eben nachvollziehbar.
Denkt man jedoch eine Stufe voraus, stockt einem als Steuerzahler
schnell wieder der Atem! Denn es könnte bereits der Tag
heraufdämmern, an dem vom größten Skandal der Linzer Stadtgeschichte
nichts mehr übrig ist: Dobusch in Pension, Mayr in Pension, Penn in
Pension, 100 Millionen Euro überwiesen. Aus.
Wenn nun abermals die Klärung der politischen Verantwortung gefordert
wird, so prallt dieser Appell seit Jahren an einer über Jahrzehnte
aufgebauten roten Linzer Wagenburg ab. Mehrmals hatten die Linzer
Wähler schon die Möglichkeit, die auf der Hand liegende Verantwortung
eindeutig und unumkehrbar zuzuweisen. Die SPÖ blieb aber im Spiel.
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