Korosec: Erfolg bei Beschäftigungsquoten Älterer kein Grund, Reformen abzusagen!

Ablenkungsmanöver unnötig. Warten auf Gesetzesvorlagen zu Vereinbarungen des Pensionsgipfels

Wien (OTS) - Wien, 06. August 2016 - Zum heutigen Bericht in der Tageszeitung "Der Standard", wonach das Bonus-Malus-System für Arbeitgeber älterer Arbeitnehmer wohl nie kommen werde, weil die vereinbarten Beschäftigungsquoten Älterer ohnehin (fast) erreicht seien, hält LAbg. Ingrid Korosec, Bundesvorsitzender des Österreichischen Seniorenbundes, fest:

"Im Regierungsprogramm haben wir bewusst vorsichtige Zielquoten zur Beschäftigung Älterer vereinbart, deren Erreichung oder eben nicht Erreichung über die Einführung eines Bonus oder Malus für deren Arbeitgeber entscheiden sollte. Wie wir schon aus dem Pensions- und Beschäftigungsmonitoring zum Jahr 2015 seit einigen Monaten wissen, sind diese Quoten schon heute erreicht, oder fast erreicht. Bei diesen vorsichtigen selbst gesetzten Zielen ist dies allerdings nicht als großer Erfolg zu feiern, sondern sind die Ziele vielmehr nochmals zu überdenken: Man betrachte nur die Beschäftigungsquoten Älterer in Schweden - dort müssen hin. Und dies ist kein Grund, vereinbarte Reformen abzusagen! Wir müssen uns klar sein: Um unser Umlage-Pensionssystem langfristig stark zu machen kann man: Das faktische Pensionsantrittsalter erhöhen, Beiträge erhöhen oder Pensionen kürzen. Für uns ist klar, dass hier nur der Ansatzpunkt Pensionsantrittsalter in Frage kommt! Wir warten deshalb dringend auf die Gesetzesentwürfe zu den Ergebnissen den Pensionsgipfels vom Februar: Abschaffung der Zuverdienstgrenzen für alle Pensionisten. Bonus für Arbeitnehmer, die freiwillig länger arbeiten. 1.000,- Euro Ausgleichzulage für all jene, die 30 Versicherungsjahre vorweisen können. Diese Punkte müssen bis zum 31.10.2016 als Gesetzesbeschluss vorliegen, damit sie 2017 pünktlich in Kraft treten!"

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