HCB: Intensives Monitoring bringt neue positive Ergebnisse für das Görtschitztal

Proben durch Landwirtschafts-, und Umweltabteilung sowie Lebensmitteluntersuchungsanstalt bringen Klarheit: Görtschitztal wird sauberer

Klagenfurt (OTS/LPD) - Das Frischgras-Biomonitoring, das Deponie-Monitoring und die Luftqualitätsmessungen werden von den zuständigen Kärntner Landesabteilungen im Görtschitztal weiter intensiv durchgeführt. Seit heute, Samstag, liegen weitere aktuelle und vor allem für das Tal positive Ergebnisse der Landwirtschafts-und Umweltabteilung bzw. der Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten(LUA) vor.

Von der Landwirtschaftsabteilung wurde im Juni und Juli das zweite Frischgras-Aufwuchs Monitoring auf neun gemeinsam mit dem Umweltbundesamt ausgewählten Flächen durchgeführt. Das Deponie-Monitoring fand auf 21 Grünlandprobeflächen bzw. auf den ersten 5 von insgesamt 29 Ackerprobeflächen statt.

Von den neun Frischgrasproben aus dem Görtschitztal liegen mit Stand vom 4. August 2016 acht Ergebnisse vor. „Alle acht Proben lagen bezüglich dem HCB-Gehalt unter der Bestimmungsgrenze, ebenfalls alle Proben lagen bezüglich dem Gehalt an Quecksilber (Hg) unter der Bestimmungsgrenze, lautet das Ergebnis.

Ebenfalls durchgeführt wurde von der Landwirtschaftsabteilung das Deponie-Monitoring auf landwirtschaftlichen Flächen im Zwei-Kilometer-Radius um die Brückler Altlastdeponie K20. Dabei wurden 21 Frischgrasproben rund um die Deponie gezogen.15 Proben lagen bezüglich HCB unter der Bestimmungsgrenze (grün). Vier Proben zwischen der Bestimmungsgrenze und dem gesetzlichem Grenzwert (gelb). Eine Probe über dem gesetzlichen Grenzwert (rot). Alle Proben lagen bezüglich dem Gehalt an Quecksilber (Hg) unter der Bestimmungsgrenze von 0,02 mg/kg, bzw. zwei Proben lagen bezüglich dem Gehalt an Quecksilber (Hg) minimal über der Bestimmungsgrenze von 0,012 mg/kg.

Laut der Landwirtschaftsabteilung handelt es sich bei der roten Fläche um eine Wiese, die nicht für die Futtermittelproduktion verwendet wird. Das Frischgras auf den vier gelben Flächen (Weide bzw. Acker) entspricht den Bestimmungen des Futtermittelgesetzes und dürfte demnach an Nutztiere verfüttert werden. Dennoch wird von Seiten der Behörde von einer Futtermittelproduktion aus dem zweiten Schnitt bzw. einer Beweidung dieser Flächen abgeraten. Jedenfalls werde laut Landwirtschaftsabteilung von diesen Flächen kein Futter verwendet. Auch von einer Beweidung der Flächen wird den Landwirten abgeraten.

Seitens der Umweltabteilung wurden ebenfalls laufend Untersuchungen und Monitorings u.a. in den Bereichen Gewässer, Grundwasser, Boden, Feinstaub und Luft durchgeführt. Die Auswertung der Luftqualitätsmessungen (HCB-Passivsammlermessungen) für die Jahre 2015 bzw. 2015/16 zeigt, dass im gesamten Bereich des Görtschitztales nördlich von Brückl bereits im Jahr 2015 der durch das Institut für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien empfohlene Langzeitimmissionsgrenzwert (Jahresmittelwert) von zwei ng/m³ eingehalten wurde und sich die aktuelle HCB-Belastung auf den unmittelbaren Nahbereich der Altlast K20 der Donau Chemie AG in Brückl konzentriert. Dieser Umstand wurde auch bei der Verhandlung des Sicherungsprojektes „Altlast K20“ am 1. August.2016 berücksichtigt und umweltmedizinisch bewertet.

Aufgrund dieser Entwicklung erfolgte mit Ausnahme der Messstelle „Klein St. Paul-Pemberg“ (=Prallhangsituation für Emissionen der W&P Zement GmbH bei nördlichen Windrichtungen) eine stufenweise Reduktion bzw. Verlagerung der übrigen Messstellen in diesem Bereich.

Die HCB-Gehalte der Fichtennadelproben 2015 (Probenahmezeitpunkte waren im Oktober 2015) lagen alle unter der analytischen Bestimmungsgrenze von 0,01 mg/kg, in fünf Proben waren noch geringste Spuren im Bereich der analytischen Nachweisgrenze von 0,003 mg/kg feststellbar. Die nächste Beprobung der Fichtennadeln im Raum Görtschitztal erfolgt im September/Oktober 2016.

Alle Probenergebnisse werden nach Vorliegen auf der Homepage des Landes www.ktn.gv.at (Sonderthema HCB) veröffentlicht. Ebenfalls laufend finden behördliche Kontrollen beim Zementwerk von w&p statt. Dort sollen durch eine spezielle Anlage weitere emissions- und verfahrenstechnische Verbesserungen erreicht werden.
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