- 04.08.2016, 14:53:09
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ÖÄK: Patientenanwalt Bachinger einmal mehr gegen Patienteninteressen
Vizepräsidenten Steinhart und Mayer: Wahlfreiheit muss bleiben, Primärversorgungszentren kein Allheilmittel
Utl.: Vizepräsidenten Steinhart und Mayer: Wahlfreiheit muss
bleiben, Primärversorgungszentren kein Allheilmittel =
Wien (OTS) - Für die Vizepräsidenten der Österreichischen Ärztekammer
(ÖÄK) Harald Mayer und Johannes Steinhart stelle sich der Sprecher
der Patientenanwälte einmal mehr gegen die Interessen der Patienten,
indem er ihnen die Möglichkeit nehmen wolle, selbst zu entscheiden,
ob sie zum Wahl- oder Kassenarzt gehen möchten.
Es gebe so viele offene Baustellen im heimischen Gesundheitssystem,
wo die tatkräftige Mitarbeit des Sprechers der Patientenanwälte
gefragt wäre, so der Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte, Harald
Mayer. „Aber hier hört man kaum etwas vom weisungsgebundenen
niederösterreichischen Landesbeamten Herrn Bachinger. Was hat er denn
unternommen zur Entlastung der nach wie vor überfüllten Ambulanzen?
Ich erinnere mich an keine konstruktiven und konkreten Ideen zum
Ausbau der Kapazitäten im niedergelassenen Bereich. Die werden wir
aber brauchen, damit die Patienten aus den Spitalsambulanzen dorthin
umgeleitet werden können.“ Im Übrigen würden Patienten beim Kassen-
wie auch beim Wahlarzt nach denselben qualitativ hochwertigen
Standards versorgt. Wichtig sei jedoch, dass die Österreicherinnen
und Österreicher weiterhin die Möglichkeit hätten, den Arzt oder die
Ärztin ihres Vertrauens selbst zu bestimmen, so ÖÄK-Vizepräsident
Mayer.
Aus Sicht des Obmanns der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, Johannes
Steinhart, würde Bachinger mit seiner unreflektierten Bejubelung der
geplanten Primärversorgungszentren den Trend zur Zwei-Klassen-Medizin
noch verschärfen: „Schon jetzt bringen sich Großkonzerne als
Betreiber solcher Primärversorgungszentren ins Spiel. Dass
gewinnorientierte Unternehmen nicht primär nach sozialen Bedürfnissen
agieren, sollte dem Patientenanwalt klar sein. Mit seinen Aussagen
outet sich Bachinger neuerlich als jemand, dem es mehr darum geht,
Ärzte zu verunglimpfen, als Patienteninteressen zu fördern.“ Nur so
ließen sich seine Forderung nach Abschaffung des Wahlarztsystems
verstehen. Auch Steinhart bekräftigte, es sei befremdlich, dass ein
Patientenanwalt die klaren Wünsche der Patienten so hartnäckig
ignoriere. (ar)
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