- 03.08.2016, 12:09:37
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FPÖ: Karlsböck: Streichung der Wahlarztkostenrückerstattung ist Provokation erster Güte
„Privilegien für Funktionäre – Kürzungen für Patienten. Gesundheitssystem erweist sich als unverschämter Selbstbedienungsladen für Politkaste“
Utl.: „Privilegien für Funktionäre – Kürzungen für Patienten.
Gesundheitssystem erweist sich als unverschämter
Selbstbedienungsladen für Politkaste“ =
Wien (OTS) - „Während immer mehr Kassenärzte aufgrund bürokratischer
Schikanen das Handtuch werfen, die medizinische Versorgung auf
tönernen Füßen steht und der Ärztemangel dramatisch steigt, wird wie
zum Hohn die Streichung der Wahlarztkostenrückerstattung
angekündigt“, kritisiert der freiheitliche Wissenschaftssprecher,
Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, Gesundheitspolitiker und
Arzt, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, den jüngsten Vorstoß von
SPÖ-Gesundheitssprecher Spindelberger.
„Nicht genug, dass immer mehr Patienten gezwungen werden, auf
Wahlärzte auszuweichen, weil immer weniger Kassenärzte bereit sind,
das bürokratische Mobbing seitens der Sozialversicherungsträger
hinzunehmen, sollen sie für diese De-facto-Entlastung des
Gesundheitssystems nun zusätzlich bestraft werden. Während
Funktionäre und Mitarbeiter der Sozialversicherungsträger mit
Privilegien in Millionenhöhe bedacht werden, werden Leistungen für
Patienten gekürzt bis gestrichen. Das ist eine Provokation erster
Güte!“, sagt Karlsböck. Umso mehr als der Vorschlag von einer Partei
komme, die das Wort „sozial“ im Namen trage.
Während die Sozialversicherungsträger für ihre Mitarbeiter nach einem
Architekturwettbewerb einen Millionen verschlingenden
Verwaltungspalast errichten ließen und ihnen großzügige
Sozialleistungen wie Krankengeld, Kinderzulagen und Zulagen zu
Dienstjubiläen, gewährten, von denen normale ASVG-Versicherte nur
träumen könnten, würden Ärzte, Apotheker und vor allem sozial
schwächere Patienten laufend vor den Kopf gestoßen, so Karlsböck.
Damit erweise sich unser Gesundheitssystem endgültig als
Selbstbedienungsladen für eine Politkaste, die knapp vor der
spürbaren politischen Wende noch schnell ihre Schäfchen ins Trockene
bringen wolle.
Lange Wartezeiten bei lebenswichtigen Untersuchungen wie CT und MRT,
„Mystery Shopping“, das Ärzte und Patienten unter Generalverdacht
stelle, sowie laufende Einsparungen bei der Gewährung medizinischer
Leistungen – die Liste der Zumutungen ließe sich noch weiter
fortsetzen. „Jetzt ist Schluss mit lustig!“, empört sich Karlsböck
und fordert unverzüglich die Streichung der unverschämten
Privilegien, mehr Transparenz, die radikale Durchforstung aller
Sozialleistungen innerhalb der Sozialversicherungsträger, eine
umfassende Verschlankung der Gesundheitsbürokratie durch
Zusammenlegung der Sozialversicherungen sowie die Möglichkeit, dass
Ärzte endlich Ärzte anstellen dürfen. „Es wird höchste Zeit, dass wir
Freiheitliche die Gesundheitsagenda übernehmen“, so Karlsböck.
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