Kärnten und Friaul-Julisch Venetien arbeiten an bilateralem Straßenprojekt

LH Kaiser, LR Köfer unterzeichneten in Tolmezzo mit Präsidentin Serracchiani bilaterale Vereinbarung über gemeinsame Studie für den Plöckenpass

Klagenfurt (OTS/LPD) - Im italienischen Tolmezzo fand heute, Dienstag, ein Treffen zwischen Landeshauptmann Peter Kaiser, Straßenbaureferent LR Gerhard Köfer, der Präsidentin der Region Friaul-Julisch Venetien, Debora Serracchiani, sowie der Landesrätin Mariagrazia Santoro statt. Dabei kam es zur Unterzeichnung einer bilateralen Vereinbarung über eine gemeinsame Machbarkeitsstudie mit aktuellen Datengrundlagen für den Plöckenpass bzw. die Plöckenpass-Straße B110 auf österreichischer und SS 52 auf italienischer Seite. „Unter Berücksichtigung der finanziellen Lage beider Regionen soll die Studie als Entscheidungsfindung für eine machbare, finanzierbare Vorgangsweise herangezogen werden“, betonten sowohl der Landeshauptmann als auch der Kärntner Straßenbaulandesrat.

„Ich freue mich über diese für das Obere Gailtal wichtige Vereinbarung für diese geschichteträchtige Verkehrsverbindung mit Italien, deren Ursprung weit in das vergangene Jahrtausend zurückgeht“, erklärte Kaiser. Für die Gemeinden auf beiden Seiten der Staatsgrenze sei das Projekt von großer Wichtigkeit. Er werde gemeinsam mit Straßenbaulandesrat Köfer für die Erfüllung des Vertrages sorgen. „Ich denke wir sind alle der gleichen Auffassung, dass hier keine weitere Transitroute geschaffen wird, sondern die Optimierung der Straße für den vorhandenen Verkehr im Mittelpunkt steht. Wir werden über das Thema Verkehr im Rahmen der Euregio weitere Gespräche führen“, erklärte der Landeshauptmann.

Serracchiani pflichtete Kaiser in dem Punkt bei und brachte ihren Dank für die Kooperation zum Ausdruck: „Sowohl das italienische Infrastrukturministerium als auch die Autobahngesellschaft, die betroffenen Gemeinden als auch die Region Friaul stehen hinter dieser wichtigen Vereinbarung“, so die Regionspräsidentin.
Die Plöckenpassstraße ist für das Obere Gailtal, die Region Kötschach/Mauthen und Friaul-Julisch Venetien von großer Bedeutung. Ziel ist es, die Erreichbarkeit in beiden Regionen zu verbessern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und eine wintersichere Verbindung zu schaffen. „Dies ist immer der Wunsch beider Seiten gewesen“, stellten Kaiser und Köfer klar.

Nach mehreren Gesprächen der Straßenbauabteilung auf Beamtenebene seit dem Jahr 2013 und der Klärung der Zuständigkeiten, soll die Studie nun ein wertfreies Ergebnis über die weitere Vorgangsweise bringen. Besonderes Augenmerk soll auf das Verkehrsaufkommen, die Umwelt- und Umfeldverträglichkeit, auf Raumordnungsparameter und die regionale Wertschöpfung gelegt werden. Zudem sollen in der Studie auch Maßnahmen aufgelistet werden, die den Tourismus, die Wirtschaft, aber auch die verkehrstechnische Erreichbarkeit beider Regionen sichern bzw. gewährleisten sollen. Die veranschlagten Studienkosten von rund 80.000 Euro sollen von beiden Regionen zu je 50 Prozent getragen werden. Die Studie soll in sechs Monaten abgeschlossen sein. Bei dem Treffen dabei waren unter anderem der Bürgermeister von Kötschach-Mauthen, Walter Hartlieb, und Straßenbauabteilungsleiter Volker Bidmon.
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