Willi zu Donauuferbahn: Regionalbahnen erhalten statt auflassen

Grüne: Auflassung und Abtragung zerstört Tourismuschancen und Mobilitätsrückgrat

Wien (OTS) - "Niederösterreich lebt nach wie vor ideologische Bahnfeindlichkeit, während anderswo in Mitteleuropa, Regionalbahnen erfolgreich wiederbelebt werden. Nur so ist erklärbar, dass anno 2016 - und allen Anstrengungen für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität zum Trotz - die Auflassung der Donauuferbahn westlich der Wachau im Gange ist", schüttelt Georg Willi, Verkehrs- und Tourismussprecher der Grünen, den Kopf über diese gedankenlose Verkehrspolitik. Das eisenbahnrechtliche Auflassungsverfahren für die Strecke ab Emmersdorf bei Melk Richtung Oberösterreich soll vor dem Abschluss stehen. Dabei würde die Sanierung der Strecke weniger kosten als so manche Luxus-Ortsumfahrung in Niederösterreich.

Die heutige Rad-Demonstration für den Erhalt der Bahnstrecke wird von Willi daher klar unterstützt: "An rad- und kulturtouristisch viel weniger stark frequentierten Flüssen, von der Drau über die Salzach bis zur Mur, sorgen radfahrende Bahnkunden laufend für Fahrgastzunahmen. Entlang der so stark frequentierten Donau hat die Bahn erst Recht Zukunft. Den Bahnzerstörern muss nur endlich jemand in den Arm fallen, bevor es zu spät, die Strecke abgetragen ist und die Grundstücke an Freunderl verscherbelt sind.“

"Ich fordere Verkehrsminister Leichtfried auf, hier dringend einzugreifen. Leichtfrieds Vorvorgänger Alois Stöger hat eine Trendwende eingeleitet. Die zuvor in Niederösterreich auf die Spitze getriebene Bahnzerstörungspolitik wurde bei den Regionalbahnen in Oberösterreich und im Burgenland gestoppt. Nun muss diese Linie auch in Niederrösterreich durchgesetzt werden. Chancenreiche Schienenstrecken müssen für die Zukunft gesichert statt zerstört werden", appelliert Willi an den Verkehrsminister. "Diese Causa sollte für einen ökologisch motivierten Verkehrsminister gleich auch Anlass sein, die Zusammenführung der über hundert Eisenbahnbehörden in Österreich rasch anzugehen. Für wichtige verkehrspolitische Weichenstellungen ist diese Zersplitterung der Zuständigkeiten kontraproduktiv, wie das Regionalbahnwesen deutlich zeigt", sagt Willi.

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