- 28.07.2016, 13:47:34
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Kärntner Wirtschaftsoffensive: Stimmungsbarometer zeigt nach oben
Mit einem Bündel an Maßnahmen will WK-Präsident Mandl die Investitionen der Betriebe beleben. Der Zeitpunkt passt: Die Stimmung der Unternehmer steigt.
Utl.: Mit einem Bündel an Maßnahmen will WK-Präsident Mandl die
Investitionen der Betriebe beleben. Der Zeitpunkt passt: Die
Stimmung der Unternehmer steigt. =
Klagenfurt (OTS) - „Nur Investitionen von Unternehmen sichern
bestehende und schaffen neue Arbeitsplätze, bringen Einkommen und
halten den Wohlstand im Land.“ Nach vier Jahren mit stagnierenden bis
leicht rückläufigen Wachstumszahlen in Kärnten geht es
Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl nun darum, endlich wieder
Investitionen auf den Boden zu bringen: „Wie schaffen wir es, die
Stimmung zu drehen, mehr Beschäftigung zu erreichen und langfristig
den Wohlstand im Land zu sichern?“
Die von Mandl ausgerufene „Wirtschaftsoffensive“ setzt daher auf
verschiedenen Ebenen an:
-> Investitionsplattform
Das ist praktizierte Heimatverbundenheit: Auf der
Investitionsplattform „CARINTHIANS INVEST IN THE BEST“
(www.investinthebest.at) finden junge Geschäftsideen bzw.
Innovationen bestehender KMU und potentielle Investoren aus Kärnten
zueinander. Der Kapitalsuchende beschreibt online seine Geschäftsidee
oder sein Vorhaben, diese Informationen werden einem Kreis
registrierter und überprüfter Investoren übermittelt, die das Projekt
beurteilen und gegebenenfalls Kontakt aufnehmen können. Mandl: „Ich
bin positivst überrascht, wir haben jetzt bereits mehr als 90
Projekte und rund 50 potentielle Investoren auf der Plattform.“
-> Investitionszuwachsprämie
Um Kärntens Betriebe bei Investitionen unterstützen zu können, hat
Mandl Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner davon
überzeugt, eine Investitionszuwachsprämie in der Höhe von 3,5
Millionen Euro aufzulegen, die ab 1. September vergeben wird. Der
Investitionszuwachs zu den vergangenen Jahren muss zwischen 100.000
und 400.000 Euro betragen, die Förderung beträgt zehn Prozent. Die
Vergabe wird unbürokratisch erfolgen, interessierte Unternehmer berät
Mag. Alfred Puff von der WK Kärnten ([email protected], 05 90 904
–DW 741.) Mandl: „Schon jetzt kann ich aufgrund der Rückmeldungen von
Betrieben sagen: Der Bedarf und das Interesse sind sehr groß.“ Gute
Chancen rechnet sich Mandl auch bei der vom Bund ausgeschriebenen
Förderung für drei Innovationszentren in Österreich aus: „Ich glaube,
dass wir hier mit unserem geplanten Maker Space in der Postgarage
richtig liegen.“
-> Exportoffensive
2015 haben 2500 Kärntner Betriebe die Export-Schallmauer von sieben
Milliarden Euro durchstoßen. Mehr als eine Milliarde Euro beträgt der
Außenhandelsbilanzüberschuss. Kärnten ist damit nicht nur unter den
Top-5-Bundesländern, die Förderstruktur ist sogar die beste in ganz
Österreich. Für nächstes Jahr stellen Wirtschaftslandesrat Christian
Benger und die Wirtschaftskammer 700.000 Euro bereit, um den Kärntner
Export bei Messebeteiligungen, Markterschließungskosten und mit dem
brandneuen Exportassistenten weiter zu unterstützen. Die USA stehen
im Export bereits an der zweiten Stelle, sogar die Bilanz mit
Exportweltmeister Deutschland ist positiv. Mandl: „Der Export ist die
Konjunkturlokomotive in Kärnten!“
-> Bürokratieentlastung
Mehr als 70 Prozent der Kärntner Unternehmer sehen einer aktuellen
Umfrage zufolge die Unternehmerfreundlichkeit der Politik und
Verwaltung sehr kritisch. Mit LH Kaiser konnte Präsident Mandl
nunmehr die Beseitigung bürokratischer Hemmnisse, die gemeinsame
Abwicklung von Bau- und Betriebsanlagengenehmigungen in allen
Kärntner Gemeinden, die Installierung von Verfahrenskoordinatoren mit
klar geregelten Kompetenzen und die Einführung von
Allroundsachverständigen in den BH vereinbaren. Mandl: „Es gelingt
uns, immer mehr kleine Baustellen für den Unternehmer wegzuräumen.“
-> KWF-Förderungen
Auch der Wirtschaftsförderungsfonds unterstützt Mandls
Kärnten-Offensive mit maßgeschneiderten Programmen, deren Details
noch verhandelt werden. Dazu zählen eine Qualitätsförderung für
Tourismus-Kleinstbetriebe, eine Unterstützung für
eigenkapitalfinanzierte Investitionen, eine Investitionsförderung für
mittlere Betriebe zwischen 50 und 250 Mitarbeitern und eine
brandaktuelle Beratungsaktion für alle Branchen über die Auswirkungen
der Digitalisierung.
Richtiger Zeitpunkt
Mandls Offensive kommt zum richtigen Zeitpunkt: Eine repräsentative
aktuelle Konjunkturumfrage zeigt nach Jahren eine signifikante
Trendwende. Die Erwartungen zum Wirtschaftsklima liegen zum ersten
Mal seit 2010 im positiven Bereich. Alle erhobenen
Erwartungsindikatoren – vom Gesamtumsatz über Exporte und
Auftragslage bis hin Beschäftigung – weisen erstmals wieder nach
oben. Deutlich verbessert hat sich auch das Investitionsklima:
Wollten im November 2015 nur 25 Prozent der Betriebe investieren,
waren es bei der Umfrage im Mai und Juni dieses Jahres 85 Prozent.
Gerhard Genser, Leiter der Wirtschaftspolitik der WK Kärnten: „Dieser
Wert ist umso erfreulicher, weil fast die Hälfte davon
Neuinvestitionen plant. Und unsere Umfragen waren in der
Vergangenheit immer wesentlich näher an der Realität als die
Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute.“
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