Weiterer Schritt in Richtung des neuen Bemautungssystems

Branchensprecher Klacska: erste Erleichterungen aus dem im Herbst mit Stöger vereinbarten Modell wurden für Betriebe schon heuer spürbar – Umstellung in mehreren Schritten

Wien (OTS) - Die WKÖ-Bundessparte Transport und Verkehr begrüßt, dass das neue Mautsystem heute mit dem Start der Begutachtung der Mauttarifverordnung den nächsten Schritt genommen hat. Bundesspartenobmann Alexander Klacska: „Wie wir im Herbst mit dem damaligen Verkehrsminister Alois Stöger ausverhandelt haben, stellt Österreich somit in mehreren Schritten auf ein neues, transparenteres und für die Wirtschaft planbareres Bemautungssystem um. Dabei haben wir uns als Wirtschaftsvertreter maßgeblich einbringen und Kostenbelastungen für die Betriebe verhindern können. Einige Vorteile daraus wurden für die Betriebe sogar schon heuer spürbar. Durch das neue System konnten wir für die Wirtschaft von 2016 bis 2020 Zusatzkosten von rund 150 Millionen Euro abwenden“.

Ab nächstem Jahr wird der Berechnungszeitraum für die gesetzlich festgeschriebene jährliche Valorisierung an jenen der Vignette angepasst. Die Tarifsätze können somit künftig schon im Sommer kommuniziert werden, das bedeutet für die Betreibe eine zeitgerechte Kalkulationsgrundlage für Tarifplanungen des Folgejahres. Eine weitere Verbesserung für die Wirtschaft: Die Tarifökologisierung findet nicht mehr im 2-Jahres-Rhythmus statt, die Differenzierung der Tarife der fahrleistungsabhängigen Maut nach EURO-Emissionsklassen entfällt grundsätzlich. Auch das trägt wesentlich zur Planbarkeit des Systems bei.

Die externen Kosten fallen erstmals per Jahresbeginn 2017 an, rund die Hälfte der Einnahmen daraus fließt wieder an die Betriebe zurück. Ca. 20 Mio. Euro jährlich werden für die Jahre 2017, 2018, 2019 und 2020 zur Tarifstützung für Euro VI-Fahrzeuge verwendet. Auch die übrigen Einnahmen durch externe Kosten sollen in den Verkehrsbereich fließen. „In diesem Zusammenhang haben wir damals explizit branchenspezifische Maßnahmen im Bereich der Aus- und Weiterbildung angedacht“, erinnert Klacska. (PWK563/PM)

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