• 27.07.2016, 12:03:50
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MAK ART SALON #01: Clegg & Guttmann. Biedermeier reanimiert

Das Künstlerduo Clegg & Guttmann lädt in der MAK-Expositur Geymüllerschlössel zur angewandten Auseinandersetzung mit der facettenreichen Zeit des Biedermeier

Clegg & Guttmann, Untitled, 2015 Lambda Print

Utl.: Das Künstlerduo Clegg & Guttmann lädt in der MAK-Expositur
Geymüllerschlössel zur angewandten Auseinandersetzung mit der
facettenreichen Zeit des Biedermeier =

Wien (OTS) - Mit dem eigens für die MAK-Expositur Geymüllerschlössel
konzipierten Projekt "Biedermeier reanimiert" lädt das Künstlerduo
Clegg & Guttmann zu einer angewandten Auseinandersetzung mit der
facettenreichen Zeit des Biedermeier im architektonischen und
wohnkulturellen Kontext. Die Intervention, die ein Zusammenspiel
verschiedenster künstlerischer Disziplinen entstehen lässt, bildet
den Auftakt zur neuen Ausstellungsreihe MAK ART SALON.
Zeitgenössische KünstlerInnen eröffnen entsprechend dem
programmatischen Ansatz des MAK, angewandte Kunst, bildende Kunst und
Architektur interagieren zu lassen, im Geymüllerschlössel einen
spannungsreichen Diskurs zur Verortung von Raum, Zeit und Geschichte.

In der Peripherie der Stadt lassen Architektur und Innenausstattung
des Geymüllerschlössels das Alltagsleben einer wohlhabenden Wiener
Familie zur Zeit des Biedermeier authentisch nachvollziehen. Michael
Clegg und Martin Guttmann, die sich in ihrer künstlerischen Praxis
mit spezifischen räumlichen sowie gesellschaftlichen Strukturen im
Zeichen von Öffentlichkeit, Kommunikation und Repräsentation
auseinandersetzen, erweitern in "Biedermeier reanimiert" die
Wahrnehmung und Anwendung von angewandter Kunst, mit dem Ziel, neue
soziale Räume zu generieren.

In einem dramaturgisch geplanten Rundgang erwecken sie die Atmosphäre
und das Lebensgefühl einer Sommerresidenz aus einer vergangenen Zeit
zu neuem Leben. Clegg & Guttmann konzentrieren sich auf Fassade,
Eingang, Treppe und Kuppel als repräsentative Elemente der
Architektur, führen die BesucherInnen durch die unterschiedlichen
Salons und rekontextualisieren ausgewählte Objekte, Konstellationen
des Alltagslebens sowie Details des Interieurs.

Inspiriert von Ornament und Formen- und Farbreichtum des
biedermeierlichen Interieurs bringen sie eine eigene, künstlerische
Ebene ein, die auf vorhandene ortsspezifische Strukturen reagiert.
Das Ensemble des Geymüllerschlössels dient als Hintergrund für
zahlreiche pointierte, eigens beleuchtete und von Musik und
gesprochenem Text begleitete szenische Tableaus aus Möbeln, Objekten,
Instrumenten und Materialien des Biedermeier.

Begleitend zur Ausstellung vermittelt die gleichnamige Publikation
"MAK ART SALON #01: Clegg & Guttmann. Biedermeier reanimiert"
kulturelle Codes der angewandten Kunst im Biedermeier und aktuelle
Stimmungsbilder zwischen Historie und Gegenwart. Ausgewählte
Interviews mit ExpertInnen – den Kunsthistorikern Christian
Witt-Dörring und Markus Neuwirth, dem Künstler Christian Mayer, den
MAK-KustodInnen Sebastian Hackenschmidt , Rainald Franz, Barbara Karl
und Elisabeth Schmuttermeier – vertiefen den von Clegg & Guttmann im
Geymüllerschlössel in Gang gesetzten Diskurs.

Die Kunst des Biedermeier, entstanden in einer Epoche von Stabilität
zwischen dem Ende der Napoleonischen Kriege 1815 und den Revolutionen
von 1848, ist eng mit der Neuordnung Europas verbunden und lässt
moderne Gestaltungkonzepte anklingen, die von einer Suche nach
konzeptuellen, einfachen und klaren Formen bestimmt sind. Geografisch
wird der neue Stil insbesondere Österreich, Deutschland und Dänemark
zugeschrieben.

Clegg & Guttmann
Seit Beginn ihrer über 30-jährigen Zusammenarbeit verstehen Michael
Clegg (* 1957 in Dublin) und Martin Guttmann (* 1957 in Jerusalem)
ihr Schaffen als „soziokommunikativen Prozess“. Das Œuvre des Duos
umfasst fotografische und filmische Inszenierungen sowie
Objektinstallationen im öffentlichen Raum. Die Werke von Clegg &
Guttmann wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in
internationalen Museen und Galerien gezeigt, unter anderem im
Kunstmuseum Bonn und in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung
Kultur, Köln (2016), im mumok, Wien (2015), Hammer Museum, Los
Angeles (2015), Brandenburgischen Kunstverein, Potsdam (2015), The
Metropolitan Museum of Art, New York (2014) und National Museum of
Art, Architecture and Design, Oslo (2012).

MAK-Expositur Geymüllerschlössel
Das nach 1808 als Sommervilla im Auftrag des Handelsherrn und
Bankiers Johann Jakob Geymüller (1760–1834) errichtete Haus bietet
einen originalgetreuen Einblick in die Vielfalt biedermeierlicher
Architektursprache und Ausstattungskunst und spiegelt die spezifische
Lebens- und Geistesart der Epoche des Vormärz wider. Neben den
permanent ausgestellten 160 erlesenen Alt-Wiener Uhren der Sammlung
Franz Sobek zählen die Empire- und Biedermeiermöbel aus der
Möbelsammlung des MAK zu den wichtigsten Exponaten im Schlössel. Das
Geymüllerschlössel samt landschaftlichem Park verbindet ein
außergewöhnliches Spektrum, in dem Architektur, Natur, Interieur und
Kunsthandwerk, aber auch historische und zeitgenössische Positionen –
wie James Turrells Skyspace The other Horizon (1998/2004) – in
Synergie treten. Bereits seit 2013 bespielt das MAK die Expositur
Geymüllerschlössel mit einer programmatischen Ausstellungsreihe. Der
MAK ART SALON knüpft an den MAK DESIGN SALON an, im Rahmen dessen
zeitgenössische GestalterInnen eingeladen waren, sich mit der Ära des
Wandels im frühen 19. Jahrhundert auseinanderzusetzen und
stilistische wie gesellschaftliche Bezüge zur Gegenwart herzustellen.

Pressefotos zur Ausstellung stehen unter MAK.at/presse zum Download
bereit.

Mit großzügiger Unterstützung von
DOROTHEUM

PRESSEDATEN:

Pressekonferenz: Dienstag, 20. September 2016, 18:00 Uhr

Eröffnung: Dienstag, 20. September 2016, 19:00 Uhr 

Ausstellungsort: MAK-Expositur Geymüllerschlössel,
Pötzleinsdorferstraße 102, 1180 Wien

Ausstellungsdauer: 25. September – 4. Dezember 2016

Öffnungszeiten: Sonntag, 11:00–18:00 Uhr
Öffnungszeiten während der VIENNA ART WEEK: Freitag, 18.11.2016,
16:00–20:00 Uhr, und Sonntag, 20.11.2016, 11:00–18:00 Uhr

Kuratorin: Bärbel Vischer, Kustodin MAK-Sammlung Gegenwartskunst

Publikation: "Clegg & Guttmann. Biedermeier reanimiert",
herausgegeben von Christoph Thun-Hohenstein und Bärbel Vischer, MAK,
Wien 2016. 

Kuratorinnenführung mit Bärbel Vischer, Kustodin MAK-Sammlung
Gegenwartskunst: Sonntag, 2.10.2016, 16:00 Uhr und Sonntag,
27.11.2016, 16:00 Uhr

Artist’s Talk mit Martin Guttmann anlässlich der VIENNA ART WEEK: 
Freitag, 18.11.2016, 17:00 Uhr

MAK-Eintritt: € 9,90 / ermäßigt € 7,50 / Familienkarte € 13 
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19 
Am selben Tag berechtigt die Eintrittskarte auch zum Besuch des MAK
am Stubenring.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAK

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