• 20.07.2016, 13:55:19
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Umweltdachverband zu EU-Vorschlag über nationale Klimaziele: Effektiver Klimaschutz sieht anders aus!

- Aktuelle Entwürfe der EU-Kommission nicht in Einklang mit Ergebnissen von Paris

Utl.: - Aktuelle Entwürfe der EU-Kommission nicht in Einklang mit
Ergebnissen von Paris =

Wien (OTS) - Europäischer Rat und EU-Parlament müssen bei
Zielsetzungen nachbessern
- Österreich muss nachhaltige Klima- und Energiestrategie mit aller
Kraft vorantreiben

Brüssel, 20.07.16 (UWD) Heute, nur sieben Monate nach dem Pariser
Klimaabkommen, hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag zur
künftigen Gestaltung des „Effort Sharing“ sowie zu den Rechtsakten
betreffend Bodennutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft
(LULUCF) veröffentlicht. Diese Instrumente haben direkten Einfluss
auf 60 Prozent der Emissionen. Der Entwurf gibt zudem Aufschluss über
die Rolle von Wäldern, Feuchtgebieten und anderen vom Klimawandel
betroffenen Ökosystemen und legt die nationalen Ziele der
EU-Mitgliedstaaten bis in das Jahr 2030 fest. „Wir sind von diesem
Vorschlag, der den Zielen des Weltklimavertrages klar widerspricht,
schwer enttäuscht. Anstatt dem Abkommen von Paris gerecht zu werden,
verschreibt sich die Kommission veralteter Zielsetzungen bis 2030,
die das 1,5 Grad-Ziel deutlich verfehlen“, sagt Michael
Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.

Österreich mit Energiestrategie klimafit machen und
Effizienzpotenziale ausschöpfen

Der Vorschlag der Kommission beruht auf den Ratsbeschlüssen vom
Oktober 2014, die die aktuellen Entscheidungen von Paris nicht
berücksichtigen. Das Pariser Abkommen erfordert konkrete,
sektorenübergreifende Anstrengungen, die globale Erderwärmung auf 1,5
Grad Celsius zu beschränken. „Dafür gilt es, das europäische Bauwesen
in Ordnung zu bringen, zu sauberem Transportwesen überzugehen, die
europäische Landwirtschaft zu verändern, auf Energieeffizienz zu
setzen und die erneuerbaren Energien umweltverträglich auszubauen.
Das von der EU-Kommission ausgegebene 36 Prozent THG-Reduktions-Ziel
bis 2030 ist zu niedrig, um unsere Klimaschutzverpflichtungen, die
sich aus der Ratifizierung des Weltklimavertrages ergeben,
einzuhalten. Österreich braucht klare ambitionierte Ziele und eine
darauf aufbauende Energie- und Klimastrategie”, so Proschek-Hauptmann
abschließend.

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