- 15.07.2016, 14:19:58
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Spritsparendes Fahren und Fuhrparkumstellung fördern den Klimaschutz und Energieeffizienz
Elektromobilität und Automatisiertes Fahren sind kommende Ausbildungsschwerpunkte
Utl.: Elektromobilität und Automatisiertes Fahren sind kommende
Ausbildungsschwerpunkte =
Wien (OTS) - Mit Spritsparendem Fahren, dem EcoDriving, können Lenker
bis zu 15 Prozent Treibstoff einsparen. Weniger Verbrauch senkt die
Ausgaben beim Fahren. Zudem leisten Spritspartrainings einen Beitrag
zum Klimaschutz und mehr Energieeffizienz.
„Die besondere Wertschätzung durch Umweltminister Andrä Rupprechter
und WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser bei der
Internationalen klimaaktiv mobil Konferenz THE PEP mit Gästen aus 20
Ländern unterstreicht den Stellenwert des Spritsparens als europaweit
vorbildliche Klimaschutzinitiative. Eine vorausschauende Fahrweise
erhöht zudem die Verkehrssicherheit“, so Herbert Wiedermann, Obmann
des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen Verkehrs in der
Wirtschaftskammer Österreich.
Die EcoDriving-Trainingspläne mit Schwerpunkt praktischem Fahren mit
einem Coach und gegenseitigem Feedback der Kursteilnehmer werden seit
12 Jahren laufend weiterentwickelt und gelten mittlerweile
international als Best Practice und Exportschlager. Spritsparen ist
verankert in einer Initiative von WHO und der UNECE, dem Programm THE
PEP (Transport, Health Environment Pan-European Programme). 1.300
Spritspartrainer wurden bisher ausgebildet. Sie führen sowohl
gecoachte EcoDriving-Perfektionsfahrten mit Fahrschülern als auch
Spritspartrainings mit Berufslenkern durch. 60.000 Tonnen CO2
Einsparungen jährlich steuern die Schulungen von angehenden
Autolenkern und Lenkern von Bussen und Lkw zum Klimaschutz bei, so
Wiedermann.
Aufgrund des Energieeffizienzgesetzes wurden 150 Spritspartrainer
nach aktualisierten Ausbildungsplänen heuer erstmals ausgebildet oder
erhielten eine Auffrischungsschulung, erläutert Stefan Ebner,
Geschäftsführer des Fachverbandes der Fahrschulen und des Allgemeinen
Verkehrs. Die neue Schulung berücksichtigt technologische
Entwicklungen wie Assistenzsysteme, alternative Antriebe, die
Elektromobilität oder die modulare Weiterbildung der
Berufskraftfahrer. Mit einem Ganztagstraining erfüllen Berufslenker
ihre EU-rechtlich vorgeschriebenen Weiterbildungsverpflichtungen. Die
Schulungen der Trainer führen sogenannte Mastertrainer durch, die wie
die Spritspartrainer Experten aus den Fahrschulen mit einschlägiger
Erfahrung als Ausbilder sind. Autolenker sparen 200 kg CO2 pro Jahr
oder 83 Liter Treibstoff (10 Prozent), wenn sie ein ganztägiges
Spritspartraining nach den Kriterien der Energieeffizienz-Methode
absolvieren. Berufslenker des Fernverkehrs sparen bis zu 8 Tonnen CO2
pro Jahr oder 3.200 Liter Diesel (6,5 Prozent).
Spritspartrainings können seit 2015 als Energieeffizienz-Maßnahme
gehandelt werden. Alternativ zur staatlichen Umweltprämie können
somit Mittel durch Energielieferanten als Förderbeiträge lukriert
werden. Spritspartrainings im Berufsverkehr bringen zwar höhere
Einsparungen und die eingesparten kWh (Kilowattstunden) werden
günstiger gehandelt. Trainings von Privatpersonen hingegen werden mit
der Haushaltsquote einem Bereich zugeordnet, in dem größere Nachfrage
nach Effizienzmaßnahmen besteht.
An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei. Elektroautos werden
bei der Führerscheinausbildung bereits von einigen Fahrschulen
eingesetzt. „Die Lernfortschritte sind bei der Ausbildung auf
Elektrofahrzeugen sehr erfolgversprechend“, so Wiedermann. Um einen
uneingeschränkten Führerschein zu erhalten, sind jedoch einige
Unterrichtsstunden Umschulung auf ein Fahrzeug mit einem
Schaltgetriebe erforderlich, wie die aktuelle Studie
„Elektromobilität in den Fahrschulen“ belegt. Das EU-Recht schreibt
die Führerscheinprüfung mit Schaltern vor, sonst erfolgt eine
Einschränkung der Lenkberechtigung (auf Automatik).
„Mit 90.000 Fahrschülern jährlich, die den Pkw-Führerschein erwerben
sowie 60.000 Eltern, die im Rahmen des Begleiteten Fahrens „L“ und
„L17“ eine Schulung erhalten, sind die Fahrschulen eine idealer
Multiplikator für Elektromobilität“, fordert Wiedermann eine
Förderoffensive für Ausbildungsfahrzeuge. Werden
Elektro-Fahrschulfahrzeuge mit Doppelpedalerie eingesetzt, sollten 50
Prozent Zusatzbonus gewährt werden und Fahrschul-Unternehmen sollten
für Investitionen in BEV (Battery Electro Vehicles) 4.500 Euro
erhalten. Für Fahrzeuge mit öffentlichem Interesse wie Taxis,
Carsharing-Autos oder Wägen mobiler Dienste der Hauskrankenpflege
gewährt die öffentliche Hand bereits höhere Prämien.
Elektroautos werden von Fahrschülern positiv aufgenommen. Zulassungen
von Automatikfahrzeugen bzw. von Fahrzeugen ohne Kupplungspedal
steigen: Im 1. Halbjahr 2016 wurden mit 2.000 E-Autos bereits mehr
Elektrofahrzeuge zugelassen als im gesamten Jahr 2015. 85 Prozent
aller Elektrofahrzeuge werden von Unternehmen eingesetzt. Zur
weiteren Ausbreitung der Elektromobilität sind der stabile
Weiterbestand der Förderung für Elektrofahrzeuge und damit
Investitionssicherheit für Unternehmen unerlässlich, so Ebner.
(PWK547/PM)
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