• 14.07.2016, 07:58:54
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PFOTENHILFE rettet Schäferhund vor Einschläferung

Halter gestorben – Witwe wollte sich nicht um ihn kümmern

Utl.: Halter gestorben – Witwe wollte sich nicht um ihn kümmern =

Wien/Jois/Lochen (OTS) - Die Tierrettung des Vereins PFOTENHILFE
musste diese Woche zu einem verzwickten Fall ausrücken. Aus Jois
(Bgld.) erreichte sie ein Notruf wegen eines alten Schäferhundes:
„Brunos“ Herrl sei kürzlich gestorben und dessen Witwe plane ihn
kurzerhand einschläfern zu lassen, da sie sich nicht um ihn kümmern,
ihn aber auch nicht abgeben wolle. Mit Hilfe der Polizei wurde ihr
dann aber klar gemacht, dass die Einschläferung illegal ist und sie
den Hund abgeben muss.

Beschrieben wurde der Hund wie folgt: „Bruno ist ein großer, alter,
unkastrierter Schäferhund in einem Innenhof, der alle Leute anknurrt
und die Zähne fletscht, wenn man sich ihm nähert...“. Und so fuhr das
Einsatzteam der PFOTENHILFE mit einem mulmigen Gefühl von Wien ins
Burgenland und erlebte eine große Überraschung.

Bruno knurrte in der Tat alle herumstehenden Leute an. als
PFOTENHILFE-Mitarbeiter Vinzenz Janacek ihn jedoch rief „Bruno, komm
wir gehen!“ passierte etwas, was dieser so auch noch nicht erlebt
hat: „Bruno nahm sein Brustgeschirr in den Mund und kam auf mich zu,
ließ sich anleinen und machte mit mir seinen ersten Spaziergang seit
einem Jahr“, schildert Janacek überrascht. „Er wollte nur raus, weg
von dem Haus, von dem Innenhof, in dem er so lange eingeschlossen
war. Er war verängstigt, traurig und frustriert. Ein Wunder, dass
dieser Hund nicht mehr als nur geknurrt hat. Während unseres
Spaziergangs hielt Bruno immer wieder an um uns anzuschauen und meine
Füße zu küssen. Er hat sich damit wohl dafür bedankt, dass wir mit
ihm rausgegangen sind. Als wir nach einer halben Stunde wieder
zurückkamen, schaute Bruno mich ein wenig ängstlich an. Ich sagte zu
ihm: Du musst da nicht mehr rein, wir fahren jetzt nach Hause. Auch
das schien er zu verstehen und sprang wie selbstverständlich ins Auto
und lächelte mich an.“

Janacek nahm Bruno mit in seine Wohnung um ihn am nächsten Morgen in
die PFOTENHILFE Lochen (OÖ) zu bringen, wo er jetzt erst einmal
medizinisch durchgecheckt wird. „Bruno leidet sichtbar an
Hüftdysplasie, einem verbreiteten und schmerzhaften Krankheitsbild,
das eine Folge der Qualzucht bei Schäferhunden ist, so
PFOTENHILFE-Geschäftsführerin Johanna Stadler. „Wir werden uns
liebevoll um ihn kümmern, damit er wenigstens einen schönen
Lebensabend verbringen kann.“

Honorarfreie Fotos des überglücklichen Schäferhundes Bruno werden auf
Anfrage gerne übermittelt.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PFH

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