Blecha: Pensionistenverband fordert verpflichtendes Bestbieter-Prinzip im Öffentlichen Verkehr

Bestbieter-Prinzip nach Qualität und Sozialkriterien vor Billigstbieter-Prinzip bei Auftragsvergabe muss für alle Branchen gelten!

Wien (OTS) - Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) fordert, dass das verpflichtende Bestbieter-Prinzip, gemessen auch an sozialen Standards, künftig bei allen öffentlichen Auftragsvergaben – daher auch im Öffentlichen Verkehr – gelten muss. „Das immer noch vorherrschende Billigstbieter-Prinzip bei Auftragsvergaben im Öffentlichen Verkehr ist altersdiskriminierend, fördert Lohn- und Sozialdumping und gefährdet die Qualität für die Fahrgäste! Der Pensionistenverband fordert daher eine neuerliche Reform des Vergaberechts“, betont Karl Blecha, Präsident der größten und mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs. ****

„Beim ‚Billigsbieter-Prinzip‘ erhalten fast immer jene Firmen den Zuschlag, die nur junge Leiharbeiter beschäftigen und Abstriche bei der Qualität von Material und Leistung machen. Das konterkariert unsere Bestrebungen mehr älteren Dienstnehmern einen Arbeitsplatz und Jugendlichen eine Ausbildung zu sichern! Dass für die Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen jetzt bereits das Bestbieter-Prinzip gilt, ist ein erster wichtiger Schritt! Aber jetzt müssen alle anderen Bereiche folgen! Der Pensionistenverband Österreichs, die ÖBB und die Gewerkschaft vida haben kürzlich aufgedeckt, dass z.B. Busunternehmen, die ältere MitarbeiterInnen beschäftigen bei der Vergabe von Verkehrsdienstleistungen benachteiligt werden! Damit muss Schluss sein!“, so Blecha, der unterstreicht: „Wir brauchen eine neue Reform des Vergaberechts! Das Bestbieter-Prinzip mit klar definierten Sozialkriterien muss das Billigstbieter-Prinzip bei öffentlichen Aufträgen ablösen. Wir wollen, dass Betriebe Ältere beschäftigen und Lehrlinge ausbilden. Daher verlangen wir, dass Bund, Länder und Gemeinden bei der Auftragsvergabe mit gutem Beispiel vorangehen. Und mit einem Auftragsvolumen von zig Milliarden Euro hat der österreichische Staat hier enormes Einflusspotential!“ (Schluss)

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Tel.: 01/313 72 31
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