- 08.07.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Danke" von Herbert SCHICHO
Ausgabe vom 9. Juli 2016
Utl.: Ausgabe vom 9. Juli 2016 =
Linz (OTS) - Es ist vielleicht Ironie des Schicksals, dass der
Festakt am Beginn der Amtszeit von Heinz Fischer vom Tod seines
Vorgängers Thomas Klestil getrübt war, der Wermutstropfen der
Abschiedsfeier ist, dass es noch keinen Nachfolger gibt. Diese
unverschuldeten „Übergabe-Probleme“ trüben allerdings keineswegs die
Bilanz seiner Präsidentschaft: Zwölf Jahre war Heinz Fischer nun der
erste Mann im Staat und er hat es geschafft, ein Präsident für alle
zu sein. Gestern konnte er zumindest die verbalen Früchte seiner
Arbeit ernten, denn zum Abschied gab es nur Lob — aus allen Parteien.
Denn der Bundespräsident war ein beruhigender Faktor in einer
unruhigen Zeit. Die Wirtschaft hat sich noch immer nicht richtig von
der Krise erholt, die Angst vor Terror und Krieg hat zugenommen und
auch durch den Brexit nimmt die Unsicherheit zu. Das Gesicht und auch
die beruhigende Stimme von Heinz Fischer haben dagegen gehalten.
Danke.
In den kommenden Monaten werden wir keinen Präsidenten haben. Dies
ist zwar jetzt kein Notstand, aber trotzdem sind
Nationalratspräsidium und Bundesregierung gefordert. Sie müssen nun
nach innen Brücken bauen und trachten, dass nicht Gräben aufgerissen
werden — in Wahlkampfzeiten keine leichte Aufgabe. Nach außen hin
gilt es zu erklären, dass die Wahlaufhebung Zeichen einer starken
Demokratie sowie eines Rechtsstaates ist und keine Blamage. Viel Zeit
für Ferien bleibt da also nicht.
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