Neues Volksblatt: "Danke" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 9. Juli 2016

Linz (OTS) - Es ist vielleicht Ironie des Schicksals, dass der Festakt am Beginn der Amtszeit von Heinz Fischer vom Tod seines Vorgängers Thomas Klestil getrübt war, der Wermutstropfen der Abschiedsfeier ist, dass es noch keinen Nachfolger gibt. Diese unverschuldeten „Übergabe-Probleme“ trüben allerdings keineswegs die Bilanz seiner Präsidentschaft: Zwölf Jahre war Heinz Fischer nun der erste Mann im Staat und er hat es geschafft, ein Präsident für alle zu sein. Gestern konnte er zumindest die verbalen Früchte seiner Arbeit ernten, denn zum Abschied gab es nur Lob — aus allen Parteien. Denn der Bundespräsident war ein beruhigender Faktor in einer unruhigen Zeit. Die Wirtschaft hat sich noch immer nicht richtig von der Krise erholt, die Angst vor Terror und Krieg hat zugenommen und auch durch den Brexit nimmt die Unsicherheit zu. Das Gesicht und auch die beruhigende Stimme von Heinz Fischer haben dagegen gehalten. Danke.
In den kommenden Monaten werden wir keinen Präsidenten haben. Dies ist zwar jetzt kein Notstand, aber trotzdem sind Nationalratspräsidium und Bundesregierung gefordert. Sie müssen nun nach innen Brücken bauen und trachten, dass nicht Gräben aufgerissen werden — in Wahlkampfzeiten keine leichte Aufgabe. Nach außen hin gilt es zu erklären, dass die Wahlaufhebung Zeichen einer starken Demokratie sowie eines Rechtsstaates ist und keine Blamage. Viel Zeit für Ferien bleibt da also nicht.

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