Neues Volksblatt: "Das Linzer Vogerl" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 8. Juli 2016

Linz (OTS) - In Linz ist offensichtlich nicht nur das sprichwörtliche Glück ein Vogerl, sondern auch das Unglück. Denn wie ein Vogerl hat sich der millionenschwere Swap-Skandal von der politischen Bühne verabschiedet. Die involvierten SPÖ-Politiker Dobusch und Mayr sind in die Pension entglitten, wie auch Ex-Finanzdirektor Penn. Und Bürgermeister Klaus Luger zeigt seit seinem Amtsantritt im November 2013 keinerlei Ambitionen, die brisante Causa abzuhandeln und einer Lösung zuzuführen. So tickt über dem sommerlichen Linz die Swap-Kuckucksuhr. Und täglich wächst die Gefahr um 100.000 Euro, so dass die Bedrohung für die Bevölkerung bereits jenseits der 600.000.000 € anzusiedeln ist.
Betäubt mit einem Gemisch aus Feigheit vor der Bevölkerung und parteipolitischem Kalkül lässt der rote Steuermann Luger die Stadt Linz auf die Klippen zutreiben — und ein Chor aus blauen Offizieren summt zu seinen Füßen dazu melancholische Lieder.
So geschehen auch gestern wieder, als es in der Linzer Stadtregierung darum ging, zur Abdeckung von Penns Anwaltskosten dem Steuerzahler ungeniert in die Tasche zu greifen.
Das Linzer Vogerl ist aber ein Zugvogerl. Und so wird das Ungemach bald in die Stadt zurückkehren. Nämlich mit dem Gerichtsgutachten, das den Swap-Streitwert festsetzt. Dann wird die Frage zu beantworten sein, ob Linz weiter den Prozessweg geht oder mit der Bank eine außergerichtliche Einigung anpeilt.

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