• 06.07.2016, 11:22:41
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Nationalrat – Hammerschmid: „Zentralmatura ist der richtige Weg“

Zentralmatura ist fair und zeigt erstmals, wo Bildungssystem steht – Maßnahmenbündel für Verbesserungen – Intensive Arbeit an Umsetzung der Bildungsreform

Utl.: Zentralmatura ist fair und zeigt erstmals, wo Bildungssystem
steht – Maßnahmenbündel für Verbesserungen – Intensive Arbeit
an Umsetzung der Bildungsreform =

Wien (OTS/SK) - Die Zentralmatura war heute, Mittwoch, Thema der
„Aktuellen Stunde“ im Nationalrat. Bildungsministerin Sonja
Hammerschmid betonte, dass „die Zentralmatura wichtig und gut ist.
Sie ist der richtige Weg. Mit der Zentralmatura haben wir ein System,
das fair ist und Vergleichbarkeit sowie gleiche Bedingungen erzeugt“.
Die heuer das erste Mal in allen Schultypen durchgeführte
Zentralmatura „zeigt erstmals, wo das Bildungssystem steht und
liefert Daten und Fakten, die bisher nicht vorlagen“, unterstrich
Hammerschmid die Vorteile der neuen Matura. Erstmals sei es möglich,
die Resultate bis zur Schule und zur Klasse hinunter genau
auszuwerten und zu analysieren und gemeinsam mit der Schulaufsicht
und den PädagogInnen an weiteren Verbesserungen zu arbeiten. Hierfür
gebe es ein „breites und maßgeschneidertes Maßnahmenbündel“, das von
schulinternen Fortbildungsveranstaltungen bis zu Förderkursen für
Leistungsschwächere reicht, sagte Hammerschmid, die klarstellte, dass
die heurigen Matura-Resultate – auch im internationalen Vergleich –
„gute Ergebnisse“ seien. ****

Insgesamt haben in Deutsch 99 Prozent, in Englisch 96,7 und in
Mathematik 93,8 Prozent der KandidatInnen die Matura bestanden. Im
internationalen Vergleich seien in der Regel 90 Prozent positiv,
sagte Hammerschmid. Daher dürften weder die Leistungen noch das
System Zentralmatura schlechtgeredet werden. Vielmehr gelte es jetzt,
„Ruhe ins System zu bringen“, so Hammerschmid, die kritisierte, dass
durch Diskussionen „mitten in der Maturazeit Angst und Verunsicherung
verstärkt wurden“. Die Zentralmatura sei eine große Umstellung, die
„Gewicht hat und Zeit braucht, um voll ins Leben zu kommen und zu
wirken“, sagte Hammerschmid.

Klar sei, dass sich die Zentralmatura international bewährt hat und
der richtige Weg ist – gleichwohl „müssen wir danach trachten, zu
optimieren“. Umso wichtiger sei es, dass es mit der Zentralmatura nun
erstmals möglich ist, das Bildungssystem als Ganzes zu betrachten und
zu schauen, wo es Verbesserungen braucht, betonte Hammerschmid. So
würden jetzt nicht nur die Ergebnisse, sondern u.a. auch die
Matura-Aufgaben analysiert, um „punktgenaue und treffsichere
Maßnahmen“ für Verbesserungen zu setzen. In Sachen Veröffentlichung
der Ergebnisse betonte Hammerschmid, dass es dafür zwei
Voraussetzungen brauche. Das sei einerseits eine „vernünftige
Rechtsgrundlage“, die es aktuell nicht gibt, die aber im Zuge des
Informationsfreiheitsgesetzes mitzudenken sei. „Und wir brauchen eine
gemeinsame Vorstellung davon, was wir in welcher Form veröffentlichen
wollen, damit es Nutzen und echte Vergleichbarkeit bringt“, sagte
Hammerschmid, die auch einen Beirat bestehend aus den
BildungssprecherInnen der Fraktionen und Betroffenen einrichten
möchte, um sich seriös und sachlich mit diesem Thema
auseinanderzusetzen. Einen besonderen Fokus will die
Bildungsministerin auch auf das Thema Gendergap legen. So gelte es,
„mit gendergerechtem Unterricht Mädchen in Mathematik zu stärken“.

In Sachen Bildungsreform betonte Hammerschmid, dass „intensivst“
gemeinsam mit dem Koalitionspartner und den Schulpartnern an der
Umsetzung aller Pakete gearbeitet werde. Die Schulautonomie sei ihr
dabei ein besonderes Anliegen, sagte Hammerschmid, die unterstrich:
„Ich bin überzeugt davon, dass Autonomie viel Gutes bewirken kann,
denn die PädagogInnen wissen ganz genau, was die Kinder brauchen“.
(Schluss) mb/ps

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