Jank: Nachjustierung bei Zentralmatura nötig – zentrale Reifeprüfung aber richtiges System der Leistungsbeurteilung

ÖVP-Bildungssprecherin will mehr Sicherheit für Maturantinnen und Maturanten

Wien (OTS) - "Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht", zitierte heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank in ihrer Rede in der Aktuellen Stunde zur Zentralmatura Albert Einstein. Bei einem komplexen Schul- und Bildungssystem sei die Erfolgsmessung allerdings nicht so einfach vorzunehmen. "Das Ergebnis der heurigen Zentralmatura hat bei vielen – zum Teil zu Recht - große Enttäuschung ausgelöst", wies Jank unter anderem auf die Kritik im Vorfeld hinsichtlich der wenigen Vorbereitungsstunden. "Daran arbeiten wir." Prüfungsbeispiele seien zudem nicht mit dem gelernten Stoff in Einklang zu bringen gewesen. Auch hier sei zu prüfen, ob der Lernstoff so verfestigt wurde, dass man zu Recht diese Aufgaben stellen kann. Die nächsten Maturant/-innen würden jedenfalls diese Sicherheit brauchen, so Jank.

"Trotzdem bekennen wir uns zur zentralen Reifeprüfung als ein richtiges System der Leistungsbeurteilung und des Vergleichs." Genau diese Fairness und Systemumstellung brauche natürlich eine gewisse Zeit und man müsse mit dem System auch mitlernen - das werde auch über das nächste Jahr hinaus nötig sein.

Mathematik sollte zudem nicht das Stiefkind unter den Gegenständen sein, weil es eine wichtige Kompetenz sei. "Umso mehr, wenn man die Veränderungen im Wirtschaftsbereich betrachtet: In einer immer mehr digitalisierten Welt werden Informationstechnologien entscheidender für die wirtschaftliche Entwicklung und damit für die Arbeitsplatzsituation unserer jungen Menschen. Schule ist dabei ein wichtiger Partner. Sie muss für den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich begeistern und den Grundstein für die Berufe der Zukunft legen", ist die ÖVP-Abgeordnete überzeugt.

"Unser dreiteiliges System – Allgemeinbildung, Berufsbildung und duale Berufsbildung – ist ein internationales Erfolgsmodell, das mittlerweile die halbe Welt kopieren will", so Jank. "Stärken wir daher unsere Stärken und schwächen wir unsere Schwächen." Die Zentralmatura habe gezeigt, dass es einer Nachjustierung bedarf.

"Kritik ist richtig und wichtig", so Jank zur Opposition. Aber vielleicht könne diese auch gute Ideen einbringen und nicht nur Standardformulierungen wiederholen. "Bildung muss befähigen, die richtigen Fragen zu stellen, Ausbildung auf das Berufsleben vorbereiten. Beides zu leisten ist unser System imstande", so Jank, die abschließend den Lehrerinnen und Lehrern für ihre engagierte Arbeit dankte.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0001