• 06.07.2016, 10:34:22
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Jank: Nachjustierung bei Zentralmatura nötig – zentrale Reifeprüfung aber richtiges System der Leistungsbeurteilung

ÖVP-Bildungssprecherin will mehr Sicherheit für Maturantinnen und Maturanten

Utl.: ÖVP-Bildungssprecherin will mehr Sicherheit für Maturantinnen
und Maturanten =

Wien (OTS) - "Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser
Tätigkeit den Erfolg sofort sieht", zitierte heute, Mittwoch,
ÖVP-Bildungssprecherin Abg. Brigitte Jank in ihrer Rede in der
Aktuellen Stunde zur Zentralmatura Albert Einstein. Bei einem
komplexen Schul- und Bildungssystem sei die Erfolgsmessung allerdings
nicht so einfach vorzunehmen. "Das Ergebnis der heurigen
Zentralmatura hat bei vielen – zum Teil zu Recht - große Enttäuschung
ausgelöst", wies Jank unter anderem auf die Kritik im Vorfeld
hinsichtlich der wenigen Vorbereitungsstunden. "Daran arbeiten wir."
Prüfungsbeispiele seien zudem nicht mit dem gelernten Stoff in
Einklang zu bringen gewesen. Auch hier sei zu prüfen, ob der
Lernstoff so verfestigt wurde, dass man zu Recht diese Aufgaben
stellen kann. Die nächsten Maturant/-innen würden jedenfalls diese
Sicherheit brauchen, so Jank.

"Trotzdem bekennen wir uns zur zentralen Reifeprüfung als ein
richtiges System der Leistungsbeurteilung und des Vergleichs." Genau
diese Fairness und Systemumstellung brauche natürlich eine gewisse
Zeit und man müsse mit dem System auch mitlernen - das werde auch
über das nächste Jahr hinaus nötig sein.

Mathematik sollte zudem nicht das Stiefkind unter den Gegenständen
sein, weil es eine wichtige Kompetenz sei. "Umso mehr, wenn man die
Veränderungen im Wirtschaftsbereich betrachtet: In einer immer mehr
digitalisierten Welt werden Informationstechnologien entscheidender
für die wirtschaftliche Entwicklung und damit für die
Arbeitsplatzsituation unserer jungen Menschen. Schule ist dabei ein
wichtiger Partner. Sie muss für den technisch-naturwissenschaftlichen
Bereich begeistern und den Grundstein für die Berufe der Zukunft
legen", ist die ÖVP-Abgeordnete überzeugt.

"Unser dreiteiliges System – Allgemeinbildung, Berufsbildung und
duale Berufsbildung – ist ein internationales Erfolgsmodell, das
mittlerweile die halbe Welt kopieren will", so Jank. "Stärken wir
daher unsere Stärken und schwächen wir unsere Schwächen." Die
Zentralmatura habe gezeigt, dass es einer Nachjustierung bedarf.

"Kritik ist richtig und wichtig", so Jank zur Opposition. Aber
vielleicht könne diese auch gute Ideen einbringen und nicht nur
Standardformulierungen wiederholen. "Bildung muss befähigen, die
richtigen Fragen zu stellen, Ausbildung auf das Berufsleben
vorbereiten. Beides zu leisten ist unser System imstande", so Jank,
die abschließend den Lehrerinnen und Lehrern für ihre engagierte
Arbeit dankte.
(Schluss)

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