FPÖ: Obermayr/Jannach: Rasche Maßnahmen zur Milchkrise tun not!

Neben einer Mengenkontigentierung sollen auch EU-weit ein Frühwarnsystem und eine Monitoringstelle eingeführt werden

Wien (OTS) - „Was 1983 eingeführt wurde, endete trotz unserer Warnungen und schwerer Bedenken seitens der Vertreter der Landwirte im April 2015 - nämlich die Milchquote. Das Ergebnis ist bekannt:
Versagen des Marktes, rasant fallende Milchpreise und die Bedrohung der Existenz zehntausender heimischer Bauern“, so MEP Mag. Franz Obermayr bei seiner heutigen Pressekonferenz mit FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach und Peter Schmiedlechner, Landwirtschaftskammerrat aus Niederösterreich, im Vorfeld des morgigen "Milchgipfels" im Parlament.

Quote wiederbeleben
„Die andauernde Milchpreiskrise ist für viele Bauern existenzbedrohend. Deshalb sind unmittelbar wirksame Maßnahmen dringend notwendig, um das Bauernsterben aufzuhalten“, erklärte Jannach. Deshalb sei es unumgänglich, kurzfristig das Modell einer Milchmengenregulierung wieder einzuführen. Der erst unter dem massiven Druck der Oppositionsparteien zustande gekommene morgige Milchgipfel werde wahrscheinlich keine nachhaltigen Ergebnisse bringen, befürchtete Jannach.

Frühwarnmaßnahmen etablieren
Seit Jahren liegen Vorschläge des Europäischen Milkboards hinsichtlich eines Frühwarnsystems bzw. entsprechender Maßnahmen zur flexiblen Mengenbegrenzung auf europäischer Ebene vor. Dabei, so Obermayr, sollen bei besonders schwieriger Marktlage Markteilnehmer Anreizprogramme zur privaten Lagerhaltung und zur Vollmilchkälberhaltung erhalten. Die Maßnahmen gehen bis hin zur obligatorischen Produktionskürzung, so Obermayr.

Mit einem Bericht aus der Praxis konnte Milchbauer Peter Schmiedlechner die Kritik und auch die Vorschläge von Obermayr und Jannach unterstreichen und hoffte gleichzeitig auf klare und gute Ergebnisse des Milchgipfels für die österreichische Bauernschaft.

„Die von der EU beschworene Fokussierung auf Exportmärkte hat überhaupt nicht funktioniert. China hat eben nicht die Milch aus Europa abgesaugt, wie es Minister Rupprechter prophezeite", betonte Obermayr. "Die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ist darüber hinaus unbedingt notwendig, um die Milch-Menge auf dem europäischen Markt in den Griff zu bekommen“, ergänzte Jannach. Nur so könne man einen fairen Preis für faire Arbeit sicherstellen.

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