- 13.06.2016, 13:44:22
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ÖGB: Klare Absage der Bevölkerung an Pensionskürzungen
Öffentliches Pensionssystem bleibt finanzierbar - Fakten untermauern Ergebnis der GPA-djp-Befragung
Utl.: Öffentliches Pensionssystem bleibt finanzierbar - Fakten
untermauern Ergebnis der GPA-djp-Befragung =
Wien (OTS) - Gerade jüngere ArbeitnehmerInnen sehen es laut einer
heute von der GPA-djp präsentierten IFES-Befragung als zentrale
Aufgabe des Pensionssystems an, dass der Lebensstandard gesichert
bleibt (89 Prozent). „Das ist eine klare Absage an
Pensionskürzungsphantasien, mit denen die Finanzwirtschaft und ihre
Lobbyisten und Think Tanks regelmäßig vorpreschen“, sagt Bernhard
Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Angesichts der massiven
Propaganda derjenigen, die das öffentliche Pensionssystem
zusammenstreichen wollen, ist es durchaus positiv zu sehen, dass nach
wie vor fast drei Viertel der Befragten sehr hohes Vertrauen in das
Umlageverfahren hat.“ ++++
Kosten des Umlagesystems weitgehend stabil
Die Fakten untermauern die Mehrheitssicht, die bei der Umfrage zutage
gekommen ist: „Das System ist auch weiterhin finanzierbar, wenn der
politische Wille dazu vorhanden ist. Die bereits laufenden
Pensionsreformen wirken deutlich stärker als erwartet. Das faktische
Pensionsalter steigt, wir sind auf dem richtigen Weg. Die Kosten sind
weitgehend stabil“, sagt Achitz. Der Anteil der Ausgaben für
öffentliche Pensionen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird auf Basis
des geltenden Rechts von aktuell 13,9 auf 14,7 Prozent in der Zeit
zwischen 2035 und 2045 steigen – und dann wieder sinken (2060: 14,4
Prozent). „Und das, obwohl der Anteil älterer Menschen an der
Bevölkerung massiv steigen wird“, so Achitz.
Jetzt geht es um den Arbeitsmarkt
„Das Pensionssystem steht und fällt mit den Arbeitsplätzen, das ist
der Schlüsselfaktor für die Finanzierung der Pensionen, aber auch für
alle anderen Komponenten des Sozialstaats.“ Achitz fordert, dass für
„ein zukunftsfähiges Sozialsystem die gesamte Wirtschaft angekurbelt
werden muss.“ Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen durch
Investitionen muss die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der
ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt stehen: „Die ArbeitnehmerInnen
können nur dann länger arbeiten, wenn sie dazu körperlich und
psychisch in der Lage sind.“
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