ÖGB: Klare Absage der Bevölkerung an Pensionskürzungen

Öffentliches Pensionssystem bleibt finanzierbar - Fakten untermauern Ergebnis der GPA-djp-Befragung

Wien (OTS) - Gerade jüngere ArbeitnehmerInnen sehen es laut einer heute von der GPA-djp präsentierten IFES-Befragung als zentrale Aufgabe des Pensionssystems an, dass der Lebensstandard gesichert bleibt (89 Prozent). „Das ist eine klare Absage an Pensionskürzungsphantasien, mit denen die Finanzwirtschaft und ihre Lobbyisten und Think Tanks regelmäßig vorpreschen“, sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: „Angesichts der massiven Propaganda derjenigen, die das öffentliche Pensionssystem zusammenstreichen wollen, ist es durchaus positiv zu sehen, dass nach wie vor fast drei Viertel der Befragten sehr hohes Vertrauen in das Umlageverfahren hat.“ ++++

Kosten des Umlagesystems weitgehend stabil

Die Fakten untermauern die Mehrheitssicht, die bei der Umfrage zutage gekommen ist: „Das System ist auch weiterhin finanzierbar, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist. Die bereits laufenden Pensionsreformen wirken deutlich stärker als erwartet. Das faktische Pensionsalter steigt, wir sind auf dem richtigen Weg. Die Kosten sind weitgehend stabil“, sagt Achitz. Der Anteil der Ausgaben für öffentliche Pensionen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird auf Basis des geltenden Rechts von aktuell 13,9 auf 14,7 Prozent in der Zeit zwischen 2035 und 2045 steigen – und dann wieder sinken (2060: 14,4 Prozent). „Und das, obwohl der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung massiv steigen wird“, so Achitz.

Jetzt geht es um den Arbeitsmarkt

„Das Pensionssystem steht und fällt mit den Arbeitsplätzen, das ist der Schlüsselfaktor für die Finanzierung der Pensionen, aber auch für alle anderen Komponenten des Sozialstaats.“ Achitz fordert, dass für „ein zukunftsfähiges Sozialsystem die gesamte Wirtschaft angekurbelt werden muss.“ Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen durch Investitionen muss die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt stehen: „Die ArbeitnehmerInnen können nur dann länger arbeiten, wenn sie dazu körperlich und psychisch in der Lage sind.“

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