Justizministerium reagiert auf Zustände in der Justizanstalt Innsbruck

Wien/Innsbruck (OTS) - "Die Schilderungen der Justizwachegewerkschaft in Tirol nehmen wir selbstverständlich immer sehr ernst, und gerade deswegen war der Generaldirektor für den Strafvollzug erst letzte Woche vor Ort in der Justizanstalt Innsbruck, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. Da war ganz eindeutig, dass die Sicherheit dank dem vorbildhaften Einsatzes der Exekutive gewährleistet ist. Da möchte ich mich auch bei den Bediensteten bedanken, die bei schwierigen Situationen mit großem Einsatz die Sicherheit garantieren. Unabhängig davon werde ich mir sobald wie möglich gemeinsam mit Landeshauptmann Platter, mit dem ich bereits in Kontakt bin, auch persönlich ein Bild von der Lage machen", so Justizminister Brandstetter. "Wir befinden uns in einer schwierigen Umsetzungsphase in einer notwendigen großen Strafvollzugsreform, die natürlich auch entsprechende budgetäre Unterstützung braucht. Gerade in Innsbruck haben wir zuletzt einiges erreicht."

Personelle Verstärkung in Innsbruck

Insbesondere die Justizanstalt Innsbruck wurde gerade im letzten Jahr personell verstärkt - so waren im Vergleich zu März 2013 im März 2016 bereits 6 Justizwachbedienstete zusätzlich tätig. "Ich freue mich, dass wir es auch in Verhandlungen mit dem Bundeskanzleramt geschafft haben, einen Planstellenzuwachs von 180 Personen für den Strafvollzug zu erreichen. Eine entsprechende Verstärkung wird es auch für Innsbruck gegeben," so der Justizminister. So wird bereits mit 1. Juli die erste personelle Verstärkung ihren Dienst in Innsbruck antreten, in den nächsten Wochen weitere. Zusätzlich wird den Bediensteten bei belasteten Situationen ein spezielles psychologisches Programm zur Verfügung gestellt.

Bessere Ausrüstung und Schwerpunkt auf Aus- und Fortbildung der Bediensteten

Der Strafvollzug wird aktuell breitflächig reformiert, dazu wurde gerade dieses Jahr bereits verstärkt in Ausrüstung der Justizwachebediensteten investiert. Zusätzlich gibt es einen Schwerpunkt auf Aus- und Fortbildung der Bediensteten, damit diese mit schwierigen Situationen besser umgehen können. "Ja, wir haben derzeit das Problem der Besetzung von vorhandenen Planstellen, eine von Einigen geforderte Herabsetzung des Ausbildungsniveaus für Justizwachebediensteten, um mehr Bewerber zu bekommen, kommt für mich aber nicht in Frage. Dafür ist der Beruf des Justizwachebediensteten viel zu anspruchs- und verantwortungsvoll. Wir werden aber selbstverständlich auch weiterhin die Situation in Innsbruck ganz genau beobachten, um allfällige weitere Unterstützungsmaßnahmen treffen zu können," so Justizminister Brandstetter.

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