Sexualstraftäter entwischt Behörden?

Volksanwalt Fichtenbauer bleibt dran

Wien (OTS) - Aktuelle Medienberichte deuten auf einen fahrlässigen Umgang von Polizei und Staatsanwaltschaft mit dem mutmaßlichen Sexualstraftäter von Wien-Döbling hin. Dieser hatte im April an der Haltestelle Hardtgasse mehrere Frauen attackiert.

Volksanwalt Dr. Peter Fichtenbauer hat sich schon kurz nach dem Bekanntwerden der Ereignisse dem Fall angenommen und ein amtswegiges Prüfverfahren eingeleitet. Obwohl die Polizei nicht untätig blieb und den mutmaßlichen Straftäter – laut Medienberichten einen marokkanischen Asylwerber – ausforschte, sei dieser in eine andere Flüchtlingsunterkunft verlegt worden und seither behördlich nicht mehr greifbar.

Den aktuellen Medienberichten zufolge weisen sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft die Verantwortung von sich. „Das Auftreten der Behörden muss sowohl bei ihrer Arbeit, als auch bei ihren medialen Äußerungen professionell sein, die Opfer sind ohnehin durch die Vorfälle stark belastet“, kritisiert der Volksanwalt. „Straftaten dieser Art sind keine Delikte „zweiter Klasse“ und müssen intensiv geprüft werden. Keinesfalls darf bei den belästigten Frauen der Eindruck entstehen, nicht ernst genommen zu werden.“

Volksanwalt Fichtenbauer wird die aktuellen Medienberichte in das laufende Prüfverfahren einfließen lassen.

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