• 09.06.2016, 09:58:12
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VÖZ – Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie: 24-Stunden-Alternativenergie steht künftig allen offen

Revolution in der Speichertechnologie macht´s möglich

Utl.: Revolution in der Speichertechnologie macht´s möglich =

Wien/Niederösterreich (OTS) - Wind- und Solarkraft sind
unkalkulierbar, denn die Einspeisungsmengen ins Stromnetz schwanken.
Als innovative Idee zum Lastenausgleich wurde eine völlig neue
Speichertechnologie entwickelt. DI Sebastian Spaun, Geschäftsführer
der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ): „Die Zeit
ist reif, um ein neues Kapitel für die Energieversorgung im privaten
Wohnbau zu schreiben.“ Im Weinviertel (NÖ) wurde am 2. Juni 2016 vom
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)
und der VÖZ mit einem neu gebauten Einfamilienhaus ein Feldtest
gestartet. DI Theodor Zillner, bmvit: „Im Rahmen des
Forschungsprojektes »Stadt der Zukunft« wird dieses Haus, weltweit
richtungsweisend, als Prototyp für Forschungszwecke eingesetzt und
einem zwei Jahre dauernden Monitoring und Stresstest unterzogen.“
Zillner und Spaun unterstreichen, dass so neueste Technologie für
alle nutzbar wird, da keine zusätzlichen Infrastrukturkosten
entstehen.

Der Prototyp »Einfamilienhaus H« in einem kleinen Ort in
Niederösterreich wurde in Massivbauweise (Leichtbetonsteine) und
Passivhausqualität errichtet. Für die energieeffiziente Beheizung
sind die Bauteile aus Beton thermisch aktiviert. Die große
Wärmespeicherfähigkeit von Beton wird genutzt, um kurzzeitig hohe
Energiemengen einzuspeisen, die aus der Überschussenergie einer
Windkraftanlage stammen. „Das Heizen und Kühlen von Gebäuden mittels
Bauteilaktivierung ist heute fast schon State of the Art“, sagt
Projektleiter DI Felix Friembichler (VÖZ). „Die Speicherung
alternativer Überschussenergie war bisher ein hoher Kostenfaktor.
Jetzt stehen wir vor einer Revolution“, erläutert Friembichler. „Denn
bei der in diesem Haus eingesetzten Speichertechnologie fallen keine
zusätzlichen Infrastrukturkosten an.“

„Ein Haus der Generation von heute, für die ökologisches
Denken eine Selbstverständlichkeit ist.“

Basis der Planung des Hauses waren die Nutzung erneuerbarer Energie,
Kosten- und Energieeffizienz und vor allem die Nutzerfreundlichkeit.
Harald Kuster, Geschäftsführer FIN Future is Now und einer der
Pioniere der Bauteilaktivierung in Österreich dazu: „Die beste
Haustechnik nützt nichts, wenn sie zu kompliziert und aufwändig für
die Bewohner ist. Denn dann wird sie einfach nicht angewendet.“ Darum
ist diese Haustechnik einfach konzipiert und selbstregulierend.
Einzig die Winter und Sommersteuerung muss von den Bewohnern des
Hauses selbst aktiviert werden. Die Frischluftzufuhr erfolgt über
eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit effizienter
Wärmerückgewinnung.

Beton speichert erneuerbare Energie – 7 Tage heizen ohne
Energie

Eine Wärmepumpe mit Erdkollektoren versorgt das Haus mit der
richtigen Raumtemperatur und stellt das Warmwasser bereit.
Überschussenergie von Windstrom liefert die Betriebsenergie für die
Wärmepumpe. Ein Steuerungselement gibt die Energiezufuhr nur dann
frei, wenn überschüssiger Strom vorhanden ist. Spaun: „Übersteigt das
Stromangebot aus Windenergie die Nachfrage, wird diese in den
Betonteilen gespeichert und bei Bedarf in Anspruch genommen.“
Sensationell dabei ist, dass die Heizung sieben Tage und die
Warmwasserbereitung drei Tage ohne Energiezufuhr auskommen.

Keine Mehrkosten

Die Kosten der innovativen haustechnischen Anlage sind mit denen
einer völlig konventionellen vergleichbar. Die ohnehin vorhandene
Infrastruktur für die Haushaltgeräte ist völlig ausreichend, so
entstehen keine Mehrkosten. Die Hauszuleitung der Energie und nötige
öffentliche Infrastruktur sind bereits vorhanden und verursachen auch
keine Zusatzkosten. Sehr oft können neueste Technologien nur von
Elitegruppen in Anspruch genommen werden, da diese, vor allem in den
Anfangszeiten, mit hohen Kosten einhergehen. Spaun: „Jetzt haben wir
endlich ein System, das eine ökologische und kostengünstige
Energieversorgung für alle möglich macht.“

Weitere Infos unter www.zement.at

Alle Bilder zum Download finden Sie hier:
http://www.ots.at/redirect/baidingerzement1

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