• 09.06.2016, 09:29:26
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Nahrungsmittelallergie: Allergen-Vermeidung ist der beste Schutz

Europäischer Allergologen-Kongress EAACI von 11.-15.6. in Wien

Utl.: Europäischer Allergologen-Kongress EAACI von 11.-15.6. in Wien =

Wien (OTS) - In Österreich leiden rund zwei Millionen Menschen an
einer Allergie. 400.000 von ihnen leiden an einer
Birkenpollen-Allergie und damit verbundenen Nahrungsmittelallergie,
insbesondere gegen Apfel, Pfirsich, Haselnuss, Karotten und Sellerie.
Experten-Schätzungen zufolge haben rund 80.000 Menschen eine primäre
Nahrungsmittelallergie im Kindesalter. Durch Kreuzreaktionen wie
Hausstaubmilbe-Shrimps oder Ragweed-Melone erhöht sich die Gesamtzahl
der LebensmittelallergikerInnen in Österreich auf rund 600.000. Für
Nahrungsmittellallergien gibt es noch keine zugelassenen
Immuntherapien, daher ist die Vermeidung des verursachenden Allergens
noch immer die beste Methode.

Das betonten die Allergie-ExpertInnen der MedUni Wien anlässlich des
europäischen Allergologenkongresses EAACI, der ab Samstag in Wien
stattfindet.

„Vor allem die patientenspezifische, individuelle Diagnose mittels
Einzelmolekülanalysen hilft uns, einen gezielten Diätplan zu
erstellen und unerwartete Ausbrüche zu verhindern“, erklärt Karin
Hoffmann-Sommergruber vom Institut für Pathophysiologie und
Allergieforschung der MedUni Wien, die gemeinsam mit Barbara Bohle
(Leiterin des Instituts für Pathophysiologie und Allergieforschung)
und Zsolt Szépfalusi (Universitätsklinik für Kinder- und
Jugendheilkunde) das Organisationskomitee des Kongresses anführt.

Zucker als Booster für Allergene?

Das Management jener PatientInnen, vor allem jener mit schweren,
lebensgefährlichen, anaphylaktischen Beschwerden, ist auch beim EAACI
ein zentrales Thema. Außerdem wird in der Allergologie allgemein –
und auch an der MedUni Wien – derzeit vermehrt untersucht, inwiefern
Zucker und Lipidstrukturen als Nahrungsbestandteile mit Allergenen
interagieren und so deren Wirkung verstärken. Ziel ist es, künftig
brauchbare Immuntherapien auch für Nahrungsmittelallergiker
entwickeln zu können.

Europa gibt pro Jahr 100 Milliarden Euro für Allergiebehandlung aus
Am häufigsten sind immer noch inhalative Allergien, bei denen die
Allergene über die Atemluft aufgenommen werden, also mittels
Pflanzenpollen, Schimmelpilzen, Hausstaubmilben oder über Tierhaare.
Rund eine Million ÖsterreicherInnen leiden unter einer
Pollenallergie, davon jeder Dritte an einer Gräserallergie.

Nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF)
sind 30 Prozent der Bevölkerung von irgendeiner Art von Allergie
betroffen, Trend steigend. Laut ECARF belaufen sich die Kosten für
das Gesundheitswesen in Europa aufgrund von Allergischem Asthma,
Nahrungsmittelallergien, Allergien auf Medikamente und
Insektenallergien auf 100 Milliarden Euro jährlich.

Termin: EAACI-Kongress in Wien

Von Samstag, 11. Juni 2016, bis Mittwoch, 15 Juni 2016, findet in der
Messe Wien der Kongress der EAACI (European Academy of Allergy and
Clinical Immunology) statt, das lokale OK-Komitee führen Barbara
Bohle, Karin Hoffmann-Sommergruber (beide vom Institut für
Pathophysiologie und Allergieforschung) und Zsolt Szépfalusi
(Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde) von der MedUni
Wien an. Alle Infos: www.eaaci2016.org.

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