- 01.06.2016, 12:18:07
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Greenpeace: Neuer Vorschlag der EU-Kommission zu Glyphosat unzureichend
Umweltminister Rupprechter muss für endgültiges Verbot zumindest in Österreich sorgen
Utl.: Umweltminister Rupprechter muss für endgültiges Verbot
zumindest in Österreich sorgen =
Brüssel/Wien (OTS) - Nachdem die Europäische Kommission bereits zwei
Mal daran gescheitert ist, eine Mehrheit für die Neuzulassung von
Glyphosat zu erlangen, versucht sie es jetzt auf einem anderen Weg.
Die bestehende Zulassung soll nun um 12 bis 18 Monate verlängert
werden, um in der Diskussion um das umstrittene Herbizid Zeit zu
gewinnen. Greenpeace fordert Umweltminister Andrä Rupprechter auf,
sich endlich für ein Totalverbot von Glyphosat einzusetzen, sowohl
auf EU-Ebene als auch in Österreich.
„Es ist erfreulich, dass die Europäische Kommission nicht mehr auf
eine endgültige Entscheidung im Hinblick auf das umstrittene Pestizid
drängt. Aber ob Glyphosat nun für 15 Jahre, 9 Jahre oder vorerst für
18 Monate weiter zugelassen ist, ändert nichts an der Realität“, sagt
Herwig Schuster, Direktor für Umweltpolitik bei Greenpeace in
Österreich. „Glyphosat wird weiter eingesetzt werden – in Parks, auf
Spielplätzen, in Gärten und auf Feldern. Und auch in unseren Körpern
wird es weiter nachweisbar sein. Die Kommission muss endlich die
Sorgen unabhängiger Wissenschaftler, des Europäischen Parlaments und
der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen.“
Das gleiche gilt für Umweltminister Andrä Rupprechter. Er müsse
endlich Verantwortung übernehmen und sich für ein Totalverbot von
Glyphosat einsetzen, so Schuster. „Sollte es wie von der Kommission
geplant tatsächlich zu einer Verlängerung der Zulassung um 18 Monate
kommen, dann liegt es an Minister Rupprechter, für die Sicherheit der
öffentlichen Gesundheit in Österreich zu sorgen. Greenpeace fordert
ein sofortiges Verbot des Einsatzes überall dort, wo Menschen
besonders leicht mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen, etwa beim
Einsatz in Gärten oder in Parks. Und es braucht einen Ausstiegsplan
für Glyphosat für ganz Österreich bis 2018“, so Schuster
abschließend.
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