- 01.06.2016, 08:56:09
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Das Mikrobiom als wichtiger Faktor für körperliche und psychische Gesundheit
Sounds and Science-Veranstaltung „Musik und Darm“ am 18. Juni im Wiener Konzerthaus
Utl.: Sounds and Science-Veranstaltung „Musik und Darm“ am 18. Juni
im Wiener Konzerthaus =
Wien (OTS) - In und auf dem menschlichen Körper leben etwa zehnmal
mehr Mikroorganismen, als wir eigene Zellen besitzen. Sie bilden das
Mikrobiom. Allein im Darm sind rund hundert Billionen Bakterien
angesiedelt. Viele dieser Keime sind nützlich und helfen zum Beispiel
bei der Verdauung. Ein Ungleichgewicht zwischen „guten“ und „bösen“
Keimen kann aber nach heutigem Stand des Wissens u.a. bei der
Entwicklung von Depressionen, Diabetes oder Stoffwechselerkrankungen
eine Rolle spielen. „Das Mikrobiom beeinflusst uns viel mehr als
bisher gedacht, unter anderem werden wir uns der Bedeutung der
‚Darm-Hirn-Achse‘ immer mehr bewusst“, erklärt Petra Munda, Expertin
für Gastroenterologie der Universitätsklinik für Innere Medizin III
der MedUni Wien anlässlich der „Sounds and Science“-Veranstaltung
unter dem Motto „Musik und Darm“ am 18. Juni (18 Uhr) im Wiener
Konzerthaus.
Im Mittelpunkt stehen die drei großen Komponisten Ludwig van
Beethoven, Modest Mussorgsky und Igor Strawinsky, die alle an
chronischen Darm- bzw. Lebererkrankungen litten. Zu diesem
Themenbereich gibt es spannende Vorträge von MedUni
Wien-ForscherInnen sowie von Herbert Tilg von der Medizinischen
Universität Innsbruck, der die Key Note Lecture zum Thema Mikrobiom
(„Die wunderbare Welt des Mikrobioms“) hält.
Darm als Ursprung von Depressionen
Der Magen-Darm-Trakt kommuniziert über mehrere Informationskanäle mit
dem Gehirn: über Hormone, Immunbotenstoffe, sensorische Neurone, aber
auch über Signale des Darmmikrobioms. Die Signale, die über diese
Bahnen transportiert werden, haben Auswirkungen auf die
Stimmungslage, Emotionen, den Appetit, aber auch auf kognitive
Prozesse. Petra Munda: „Es gab ein sehr interessantes Experiment von
kanadischen Forschern: Ängstlichen Mäusen wurde der Stuhl von mutigen
Tieren übertragen. Danach waren sie mutiger. Auch Depressionen können
ihren Ursprung im Darm haben.“
Aber auch Stress beeinflusst das Mikrobiom ungünstig, wie kanadische
ForscherInnen in einer aktuellen Studie zuletzt feststellten. Musik
hat eine vielfältig eingesetzte Wirkung und Musiktherapie ist bei
verschiedensten psychischen und physischen Erkrankungen gut
etabliert. So wird zum Beispiel in der Bauchhypnose bei
Reizdarmsyndrom immer entspannende Begleitmusik verwendet. Daher sind
sich die MedUni Wien-ForscherInnen einig: „Auch wenn es derzeit keine
aktuellen Studien dazu gibt, aber wir als Musikliebhaber sind uns
sicher: Musik wirkt beruhigend auf Magen und Darm.“
Die Idee hinter „Sounds and Science“
Die Idee zu der ungewöhnlichen Konzertreihe hatten ein Musiker, zwei
Ärzte und ein Arzt/Musiker der MedUni Wien: Der Philharmoniker Thilo
Fechner, die beiden Ärzte bzw. Wissenschafter Marcus D. Säemann und
Gere Sunder-Plassmann von der MedUni Wien sowie Arzt und Musiker
Manfred Hecking, alle von der Universitätsklinik für Innere Medizin
III. Sie interessieren sich für die Krankheiten weltberühmter
Komponisten und wollen darüber hinaus die Wissenschaft „zu Gehör“
bringen. Ob das Schaffen der Komponisten mit ihren
Erkrankungsgeschichten in Zusammenhang steht, ist dabei unwesentlich.
Wichtig ist vielmehr, dass Menschen neue Erkenntnisse über
Erkrankungen sowie den neuesten Stand der Forschung im Kontext der
Musik neu erleben und verstehen.
Termin: Sounds and Science – Musik und Darm am 18.6. 2016
Wiener Konzerthaus, Juni 18. Juni 2016, 18:00 Uhr, Mozart-Saal im
Wiener Konzerthaus. Gespielt werden Werke von Ludwig van Beethoven,
Modest Mussorgsky und Igor Strawinsky.
Alle Infos und Programm: www.soundsandscience.com
Sounds and Science
Musik und Darm
Datum: 18.6.2016, um 18:00 Uhr
Ort: Wiener Konzerthaus Mozart Saal
Lothringerstraße 20 , 1030 Wien
Url: www.soundsandscience.comOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MEU






