- 29.05.2016, 09:04:19
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Ärzte-Ausbildung: Träger in die Verantwortung nehmen
Spitalsärzte verweisen auf Ausbildungsevaluierung – mehr Zeit für Ausbildung und eigene Ausbildungs-Oberärzte gefordert
Utl.: Spitalsärzte verweisen auf Ausbildungsevaluierung – mehr Zeit
für Ausbildung und eigene Ausbildungs-Oberärzte gefordert =
Wien (OTS) - Die Bundeskurie Angestellte Ärzte der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK) zeigt nach wie vor bestehende Schwachstellen bei
der Organisation der ärztlichen Ausbildung auf und fordert bessere
Ausbildungsbedingungen sowohl für auszubildende als auch ausbildende
Ärzte. „Der Rechnungshof hat es kürzlich auf den Punkt gebracht: Die
dreistufige Ausbildungsverantwortung von Spitalsträgern, ärztlichen
Leitern und Abteilungsleitern wird nicht ausreichend wahrgenommen.
Aus der Evaluierung der fachärztlichen Ausbildung wissen wir, dass es
vielerorts keine Ausbildungskonzepte gibt oder dass rund ein Drittel
der Kolleginnen und Kollegen gar nicht weiß, wer für ihre Ausbildung
zuständig ist“, sagte der stv. Bundeskurienobmann und Obmann der
Sektion Turnusärzte, Karlheinz Kornhäusl, am Sonntag in einer
Aussendung.
Die Krankenanstaltenträger müssten die Rahmenbedingungen für
Ausbildner so gestalten, dass diese genug Zeit für Jungärzte hätten.
Bundeskurienobmann und ÖÄK-Vizepräsident Harald Mayer verwies in
diesem Zusammenhang auf eine Resolution der ÖÄK, die im Rahmen des
Ärztekammertags im Dezember 2015 verabschiedet worden war. Darin
fordert die Kammer, dass eigene Oberärzte eingestellt werden, die
ausschließlich für die Ausbildung verantwortlich sein sollen. Den
auszubildenden Ärztinnen und Ärzten wiederum müsse ermöglicht werden,
mehr Zeit mit den Patienten zu verbringen, heißt es in der
Resolution.
Auf die Kritik des Rechnungshofes, dass es an
Qualitätssicherungsinstrumenten fehle, meinte Mayer: „Die Bundeskurie
Angestellte Ärzte hat bereits im Jahr 2012 erste Ergebnisse einer
Evaluierung der Turnusausbildung präsentiert. Mittlerweile wurde auch
die fachärztliche Ausbildung erstmals evaluiert, die Bewertung der
neuen Basisausbildung steht noch bevor.“ Aus den bisherigen
Evaluierungen habe sich klarer Handlungsbedarf ergeben, etwa die
Implementierung eines guten Ausbildungskonzepts betreffend. „Die
Bundeskurie wird nicht ruhen, ehe die Qualität der Ausbildung auf
hohem Niveau gesichert ist“, sagte Mayer abschließend. (slv)
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