• 25.05.2016, 06:53:25
  • /
  • OTS0001 OTW0001

Arktisschutz: Greenpeace erreicht Selbstverpflichtung von Fischerei-Industrie

Konzerne wie McDonald´s und Iglo verpflichten sich keinen Kabeljau aus Barentssee zu kaufen

Utl.: Konzerne wie McDonald´s und Iglo verpflichten sich keinen
Kabeljau aus Barentssee zu kaufen =

Wien/Amsterdam (OTS) - Auf den Fang und Verkauf von Kabeljau aus
bisher eisbedeckten Gewässern der norwegischen Arktis verzichten ab
heute Anbieter wie Iglo und McDonald’s sowie einige der weltgrößten
Fischereiunternehmen. Sie haben eine von Greenpeace geforderte
Selbstverpflichtung unterschrieben. Diese gilt für ein Gebiet in der
nördlichen Barentssee, das in etwa doppelt so groß ist wie
Frankreich. Greenpeace fordert jetzt die norwegische Regierung auf,
das Gebiet permanent unter rechtlichen Schutz zu stellen.

„Das ist ein beispielloser Schritt und ein außergewöhnlicher Erfolg
für den Schutz der Arktis“, begrüßt Lukas Meus, Arktis-Sprecher von
Greenpeace in Österreich die Vereinbarung. Derzeit sind
Meeresgebiete, die bisher durch Meereis bedeckt waren, nicht
geschützt. Eine im März vorgestellte Greenpeace-Untersuchung zeigt,
dass industrielle Fischereiflotten mit Grundschleppnetzen immer
weiter in abgelegene Gebiete der nördlichen Barentssee vordringen.
Der Grund dafür ist das Schmelzen des arktischen Eises bedingt durch
die Erderwärmung. Die Gewässer rund um die Inselgruppe Spitzbergen
beheimaten Kaltwasserkorallen, Walarten wie Belugas, Finn- und
Grönlandwale, Eisbären, Walrösser und einige der weltweit größten
Kolonien von Seevögeln wie etwa Papageitaucher und Lummen. Durch den
Kabeljau-Fang mit schweren Grundschleppnetzen wird der Meeresboden
stark geschädigt – mit gravierenden Konsequenzen für das ganze
Ökosystem.

Erstmals schränkt die Fischerei-Industrie mit dieser Verpflichtung
freiwillig ihre Aktivitäten in der Arktis ein. Unterzeichnet haben
sowohl Fiskebåt, die Vereinigung der gesamten norwegischen
Hochsee-Fischereiflotte, wie auch die Karat Group, einer der größten
Fischereikonzerne Russlands. Fangflotten, die dennoch in diesen
Gebieten nach Kabeljau fischen, werden in Zukunft den Fang nicht mehr
an die großen Fischverarbeiter und Endabnehmer verkaufen können.
Dafür sorgt die Zusage großer Verarbeiter wie Iglo, Bird’s Eye,
Findus, Young’s Seafood, Icelandic Seachill und Espersen – der größte
Verwerter von gefrorenem Fisch in Europa. Auch die weltweit
drittgrößte Handelskette Tesco und die Fast-Food-Kette McDonald‘s
schließen sich neben anderen der Verpflichtung an.

Etwa 70 Prozent des weltweit verkauften Atlantischen Kabeljaus stammt
aus der Barentssee. Die Industrie muss die Vereinbarung nun
implementieren. „Greenpeace wird selbstverständlich die Umsetzung in
Verhandlungen begleiten und überwachen. Zusätzlich muss die
norwegische Regierung ein rechtlich – bindendes Schutzgebiet
verankern“, so Meus abschließend.

Das Statement zur Vereinbarung in englischer Sprache finden Sie hier:
http://bit.ly/1TVx6K5

Bildmaterial finden Sie unter http://bit.ly/25jNZtw
Dieses steht unter Angabe der Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung
(© Vorname des Fotografen/ Nachname des Fotografen)

Greenpeace-Bericht zur industriellen Fischerei finden Sie unter:
http://bit.ly/1Ubl4Px

Petition zum Schutz der Arktis finden Sie unter:
https://www.savethearctic.org/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel