• 24.05.2016, 14:55:12
  • /
  • OTS0197 OTW0197

VIRUS zu S8: Verhandlung wird nicht beendet - Asfinag muss erneut nachsitzen

Neuerliche Blamage nicht zu kaschieren - Walcher-Schutzbehauptungen grotesk

Utl.: Neuerliche Blamage nicht zu kaschieren -
Walcher-Schutzbehauptungen grotesk =

Wien/Gänserndorf (OTS) - Wie die Umweltorganisation VIRUS mitteilt,
wird auch in der zweite Runde der mündlichen Verhandlung zur S8
Marchfeldschnellstraße diese nicht abgeschlossen werden können.
Wolfgang Rehm, er vertritt die Verfahrensparteien VIRUS und
Bürgerinitiative Marcheld begründet: "Ursache ist die miserable
Planung der Autobahnbauer die das Projekt wie ein Mühlstein nach
unten zieht. Der größte Grundwasserkörper Österreichs ist ein
wesentliches Schutzgut, die Asfinag ist nicht in der Lage die
erforderlichen Nachweise zu erbringen".

Rehm tritt damit den Ausflüchten des Asfinag BMG-Geschäftsführer
Walcher entgegen, der in seiner Aussendung versuche, die neuerliche
Blamage zu kaschieren. "Im trockenen Marchfeld ist das Grundwasser
von entscheidender Bedeutung für Einwohner und die Landwirtschaft.
Die Asfinag hat sich ohne Not entschlossen, ihr Projekt kostensparend
auf Versickerung schadstoffbelasteter Straßenwässer umzuplanen und
die Risiken auf die Allgemeinheit abzuwälzen". Sie sei
zusammengefasst aber nicht in der Lage die komplexe hydrogeologische
Situation im Grundwasser richtig darzustellen und einen Nachweis für
die begrenzte Ausbreitung der versickerten Schadstoffe zu erbringen.
"Angesichts der bereits fünfjährigen Verfahrensdauer und zahlreicher
Verbesserungsaufträge kann beim besten Willen nicht mehr von
Planungsqualität gesprochen werden. Aufgrund offensichtlich
unvollständiger Begutachtung und der fundierten Kritik der
Verfahrensparteien wurde nach den ersten vier Verhandlungstagen im
April ein Verbesserungsauftrag, der sich nun als nicht erfüllt
herausgestellt hat und dem ein weiterer und eine dritte
Verhandlungsstaffel folgen muss," stellt Rehm den Status klar.

Generell habe Walcher mit seinen fortgesetzt realitätsfernen
Statements zu Projekten S1- und S8 jede Glaubwürdigkeit verspielt.
"Wir rufen die Medienvertreter auf, in ihren Archiven die gesammelten
Äußerungen Walchers allein in den letzten Monaten mit der
tatsächlichen Situation zu vergleichen und schönfärberischen
Meldungen keinen Glauben mehr zu schenken", regt Rehm an und
appelliert an die Geschäftsführung der Asfinag Holding: "Die
Geschäftsführer sollen sich weiters überlegen, ob eine derartige
Öffentlichkeitsarbeit des Leiters ihrer Baumanagement-Tochter, die
regelmäßig von der anders gelagerten Realität eingeholt wird, den
Gesamtinteressen der Gesellschaft dienlich ist".
Faktum sei jedenfalls, dass nun Zeitplan der S8 "zum x-ten Mal"
erneut revidiert werden müsse. "Nachdem man nun 14 Jahre lang die
Anrainer in den Ortsdurchfahrten untätig zur S8-Akzeptanzbeschaffung"
leiden lässt, wäre es hoch an der Zeit, dass Land Niederösterreich
die Realisierung der Alternativen startet und diese durch Ergreifung
von Sofortmaßnahmen zur Minimierung, der aus dem Verkehr
resultierenden Belastungen ergänzt", so Rehm abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VIR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel