• 24.05.2016, 11:30:01
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Studierenden-Sozialerhebung zeigt Finanzierungsprobleme auf allen Ebenen.

Steigende Armut und sinkende Unterstützung erschweren Studierenden den Alltag!

Utl.: Steigende Armut und sinkende Unterstützung erschweren
Studierenden den Alltag! =

Wien (OTS) - Heute werden im Rahmen der Konferenz „Heterogenität der
Studierenden - Zielgruppen der Nationalen Strategie zur sozialen
Dimension in der Hochschulbildung“ erste Zahlen aus der
Studierenden-Sozialerhebung (Sola) 2015 präsentiert. Die Zahlen
zeichnen einmal mehr ein düsteres Bild der finanziellen Situation der
österreichischen Student_innen, sowie für die allgemeine soziale
Gerechtigkeit im Hochschulbereich.

Plötzliche Ausgaben über 450€ für viele nicht tragbar

“Laut Erhebung ist es einem Drittel der Studierenden nicht möglich
überraschende Kosten von 450€ zu tragen. Ein Fünftel kann es sich
nicht leisten, einmal im Monat Freund_innen oder Verwandte zum Essen
einzuladen. Solche Zahlen werfen ein ausgesprochen ernüchterndes
Licht auf die finanzielle Lage von Studierenden”, so Magdalena
Goldinger vom Vorsitzteam der Österreichischen
Hochschüler_innenschaft (ÖH).

Wohnen bleibt zu teuer

Weitere Sola-Ergebnisse zeigen, dass Studierende 36% des monatlichen
Budgets für Wohnen ausgeben - doppelt so viel wie der Durchschnitt
der österreichischen Wohnbevölkerung. Besonders Studierende deren
Eltern aus niedrigen Einkommensschichten kommen sind von den hohen
Wohnkosten belastet, weshalb sich viele von diesen für einen Platz in
einem Studierendenwohnheim entscheiden. “Leider sind die
Heimplatzpreise in den letzten Jahren extrem gestiegen. Dies liegt
besonders daran, dass seit 2013 keine Studierendenheimförderung mehr
bezahlt wird”, so Goldinger. Derzeit wohnen nur 9% der Studierenden
in Wohnheimen und diese sind laut Erhebung besonders unzufrieden mit
Wohnkosten, der Größe und dem Zustand des Zimmers.

Studienbeihilfe braucht Anpassung

Auch im Sektor der Studienbeihilfe zeigen die Sola-Ergebnisse
Nachholbedarf. “Die wichtigste Unterstützung für finanziell
benachteiligte Studierende, die Studienbeihilfe, wurde in ihrer Höhe
seit 1999 nicht an die Inflation angepasst. Das ist ein
sozialpolitischer Skandal!”, so Goldinger empört. Dabei fordert nicht
nur die ÖH eine Inflationsanpassung, auch eine Expert_innengruppe der
Österreichischen Hochschulkonferenz empfahl adäquate Anpassungen
bereits im Jahr 2013 [1].

Erste Schritte zur Besserung

“Die wichtigsten Schritte nach den ersten Ergebnissen wären die
sofortige Inflationsanpassung der Studienbeihilfe und die Senkung der
Wohnkosten durch die Wiedereinführung der Heimförderung”, fordert
Goldinger. “Das ist nicht nur im Sinne der sozialen Gerechtigkeit,
sondern würde auch den Student_innen helfen ihr Studium schneller und
besser abzuschließen. Es bleibt zu hoffen, dass die Regierung nach
ihren jüngsten Bekenntnissen zur Bedeutung der Bildung diesen Worten
auch Taten folgen lässt”, so Magdalena Goldinger abschließend.

[1]
http://hochschulplan.at/wp-content/uploads/2013/09/2013-Bericht-der-A
G-Soziale-Absicherung-an-die-HSK.pdf

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