• 24.05.2016, 10:26:33
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New Deal für Österreich – auch in Sachen Pharmawirtschaft

Gesundheit und Life Science als wichtige Zukunftsthemen

Utl.: Gesundheit und Life Science als wichtige Zukunftsthemen =

Wien (OTS) - Die Pharmaindustrie begrüßt im Rahmen des heutigen
Pharmaausschusses das am Donnerstag im Parlament von Bundeskanzler
Kern verlautbarte Projekt eines „New Deal“, mit dem vor allem die
Stimmung im Land gehoben und die private Investitionsbereitschaft
gestärkt werden soll. Die Branche mit der mit Abstand größten
Forschungsquote unterstreicht die Bedeutung Österreichs als
international bedeutender Produktions- und Forschungsstandort und
hofft, dass der Bereich der Life Sciences im Fokus der neuen
Regierung steht.

Pharmabranche als Innovationsmotor
„Gesundheit ist ein extrem wichtiges Zukunftsthema und der Life
Science Bereich stellt gerade für Österreich einen Hoffnungssektor
dar“, betont Ilse Bartenstein, Obfrau der Pharmazeutischen Industrie
in der WKÖ. Besonders mit Forschungsaufträgen trägt die
pharmazeutische Industrie maßgeblich zur Wertschöpfung bei und kann
im Vergleich mit anderen Industriezweigen mit hoher
Innovationsaktivität punkten. Um weiterhin Investitionsgelder in den
Standort fließen zu lassen und sich damit ein Stück vom Wachstum zu
sichern, braucht es ein klares politisches Bekenntnis zu
industriellen Forschung und Produktion.

Planungssicherheit als wichtiger Aspekt
Besonders wenn es um Investitionen geht, stellt die Herstellung
einer Planungssicherheit, mit der man Standortnachteile in Österreich
zum Teil kompensieren könnte, einen besonders wichtigen Aspekt für
die Pharmaindustrie dar. „Stabilität und Planbarkeit des
Inlandsmarktes sind die Grundvoraussetzung für Investitionen“,
erklärt Bartenstein. Diese Sicherheit betrifft regulatorische
Rahmenbedingungen insbesondere im Bereich der Erstattung genauso wie
zum Beispiel steuerliche Investitionsbegünstigungen. „Zur Ankurbelung
wäre ein zeitlich befristeter Investitionsfreibetrag schnell und
unkompliziert umsetzbar, der selbst kurzfristig betrachtet fürs
Budget kostenneutral ausfallen würde“, schlägt Ilse Bartenstein vor.

Pharmaindustrie in Zahlen
Die Pharmaindustrie in Österreich beschäftigt insgesamt rund
18.000 Mitarbeiter und produziert Arzneimittel im Wert von rund 3 Mrd
Euro. Die gesamte Pharmabranche zeichnet unter Berücksichtigung der
Wertschöpfungsimpulse für 10 Mrd Wertschöpfung und fast 60.000
Arbeitsplätze verantwortlich.
Die jährlichen Ausgaben für Forschung&Entwicklung liegen bei rund 600
Mio Euro. Auch im internationalen Vergleich kann Österreich als
Pharmastandort bezeichnet werden. Gemessen an den Umsatzerlösen
liegen die F&E-Ausgaben für Arzneimittel und Biotechnologie bei rund
12 Prozent, womit die Branche auch im Vergleich mit anderen
innovativen Sektoren die mit Abstand innovationsfreudigste ist.
(PWK372/US)

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