VKI: Knabbergebäck im Test – Großteil nur „durchschnittlich“

Hoher Wert Acrylamid in einem Produkt, Mängel bei Nährwertangaben

Wien (OTS/VKI) - Rechtzeitig vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft hat der VKI 21 Proben Paprika-Kartoffelchips, Erdnuss-Snips und Salzbrezeln unter die Lupe genommen. Alle Produkte wurden dabei sowohl auf ihren Salz- und Fettgehalt als auch auf schädliche Stoffe wie Acrylamid untersucht. Am Ende erhielten fünf Produkte die Gesamtnote „gut“, die Mehrheit wurde mit „durchschnittlich“ bewertet. Eine Probe Paprika-Chips enthielt einen erhöhten Wert an gesundheitsschädlichem Acrylamid und wurde aus diesem Grund als „nicht zufriedenstellend“ eingestuft. Sämtliche Resultate im Überblick und weitere Informationen zum Thema gibt es ab dem 25.05. in der Juniausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT (www.konsument.at).

Acrylamid entsteht in stärkehaltigen Lebensmitteln, wenn sie gebacken, gebraten oder frittiert werden. Auch in Kartoffelchips kann die Substanz enthalten sein. Vor einigen Jahren legte die EU bereits Richtwerte für den Acrylamidgehalt in Lebensmitteln fest. Für Kartoffelchips liegt er bei maximal 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm. Diese Grenze war im aktuellen Test bei den Paprika-Chips von Penny mit 1.252 Mikrogramm/kg klar überschritten. Das Produkt wurde aus diesem Grund abgewertet und erhielt am Ende das Testurteil „nicht zufriedenstellend“. Auch in den funny-frisch Chipsfrisch ungarisch wurde ein vergleichsweise hoher Wert nachgewiesen (704 Mikrogramm/kg). Bei mehr als der Hälfte der Produkte konnte Acrylamid dagegen nicht nachgewiesen werden.

Fehlerhafte oder verzerrte Nährwertangaben

Mängel gab es bei einigen Produkten auch in Bezug auf die Kennzeichnung, insbesondere was die angegebenen Nährwerte betrifft:
Bei insgesamt neun der 21 geprüften Erzeugnisse wichen die analysierten Werte stark von der Deklaration auf der Verpackung ab. So lag z.B. bei einer Probe Kartoffelchips der im Labor gemessene Salzgehalt mehr als 41 Prozent über dem, der auf der Packung abgedruckt war. In anderen Fällen wiederum wurden die Werte (z.B. Salz, Fett, gesättigte Fettsäuren) auch deutlich unterschritten. Alles in allem entsprach bei 15 Produkten die Kennzeichnung nicht den gesetzlichen Vorschriften.

SERVICE: Den ausführlichen Bericht sowie eine Stellungnahme von REWE/ Penny zum aktuellen Testurteil gibt es ab dem 25.04. im Juni-KONSUMENT (www.konsument.at). Ebenfalls in der Juniausgabe: ein vergleichender Produkttest zu Biermischgetränken/ Radler.

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