- 23.05.2016, 11:00:39
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Gewerbe sucht weiterhin Fachkräfte

Wien (OTS) - Laut Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria
sind derzeit 27% der zum Gewerbe und Handwerk zählenden Unternehmen
trotz allgemein gedämpfter Nachfrage gut ausgelastet und leiden unter
Fachkräftemangel. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften dürfte
aktuell bei mindestens 14.000 liegen, schätzt Walter Bornett,
Direktor der KMU Forschung Austria und Aufsichtsrat von Austrian
Cooperative Research.
Und das, obwohl der mit rd. 710.000 Beschäftigten größte Arbeitgeber
Österreichs auch der mit Abstand wichtigste Ausbildungssektor ist:
Per 31. 12. 2015 wurden in 17.020 Gewerbe- und Handwerksbetrieben
46.365 Lehrlinge ausgebildet. Das Gewerbe und Handwerk stellt damit
56% aller Ausbildungsbetriebe und 42% aller Lehrplätze. Das
derzeitige Lehrlingsangebot reicht aber offensichtlich nicht aus, den
Fachkräftebedarf zu decken. Die Absolvierung einer Lehrausbildung
bietet enorme Karrierechancen bis zur Selbstständigkeit als
Unternehmerin bzw. Unternehmer in unglaublich vielen
zukunftsträchtigen Berufsfeldern, ist Bornett überzeugt.
Zu den Branchen mit überdurchschnittlich hohem Fachkräftebedarf
zählen z.B. Spengler und Kupferschmiede, Hafner, Dachdecker,
Friseure, Fleischer, Holzbau, Tapezierer, Tischler, Bodenleger,
Bauhilfsgewerbe, Gärtner, Maler, Bäcker und Elektriker.
Nach Bundesländern haben Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich, Salzburg
und Wien den höchsten Fachkräftebedarf.
Grafiken mit Detailergebnissen unter:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice
Die KMU Forschung Austria ist Mitglied von Austrian Cooperative
Research (ACR), der Interessenvertretung der Kooperativen Forschung
in Österreich. ACR ermöglicht für kleine und mittlere Betriebe die
Umsetzung von Innovationen und ist ihr Netzwerkpartner in Forschung
und Forschungspolitik. www.acr.at
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