• 17.05.2016, 10:25:07
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6,5 Milliarden Exportumsatz im Gewerbe

Anteil der Gewerbe- und Handwerksbetriebe nach Höhe
der Exportquote 2015 in Prozent

Wien (OTS) - Laut aktueller Erhebung der KMU Forschung Austria haben
die österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe 7,8% ihres
Jahresumsatzes 2015 im Ausland erzielt. Bei einem Gesamtumsatz von
82,9 Milliarden Euro lag das Exportvolumen bei 6,5 Milliarden Euro.

Das sind sehr beeindruckende Exportleistungen, urteilt Walter
Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria. Die Exporte werden
allerdings von nur wenigen Unternehmen getragen. Lediglich 16% der
Gewerbe- und Handwerksbetriebe waren 2015 auch im Ausland aktiv. Da
zeigt sich ein enormes Potenzial, meint Bornett. Das Gewerbe und
Handwerk zeichnet sich durch qualitativ hochwertigste Produkte und
Dienstleistungen mit generell sehr guten Chancen auf internationalen
Märkten aus. Diese Chancen werden aber sowohl regional als auch
branchenspezifisch sehr unterschiedlich genutzt.

Im Bundesländerranking führt Vorarlberg, wo 34% der Betriebe Umsätze
mit ausländischen Kunden realisierten. Demgegenüber waren z. B. in
Kärnten nur 8% der Betriebe exportorientiert. Die Exportquote der
exportierenden Unternehmen betrug in Oberösterreich 32,2%, in der
Steiermark hingegen nur 18%. Bezogen auf alle Gewerbe- und
Handwerksbetriebe (auch nicht exportierende) lag die
durchschnittliche Exportquote in Vorarlberg bei 16,0%, in der
Steiermark bei 4,2%.

Eine noch größere Bandbreite zeigt sich nach Branchen. So
erwirtschafteten z. B. rd. 67% der Mechatroniker 36,6%ihres Umsatzes
im Ausland. Im Bekleidungsgewerbe exportierten hingegen lediglich 15%
der Betriebe, bei den Tischlern waren es 17% und bei den Bäckern nur
8%.
Der Anteil exportierender Unternehmen und die Exportquote differieren
auch stark nach Unternehmensgrößen. Von den größeren Gewerbe- und
Handwerksbetrieben (mit 20 und mehr Beschäftigten) waren 37%
exportorientiert, von den Kleinstbetrieben (mit weniger als 10
Beschäftigten) hingegen nur 12%.

In vielen Kleinst- und Kleinbetrieben mangelt es weniger an
exportfähigen Produkten und Leistungen, sondern eher am
Selbstvertrauen bzw. den notwendigen Ressourcen, vermutet Walter
Bornett. Unternehmen, deren Angebot noch nicht attraktiv genug für
einen internationalen Marktauftritt ist, empfiehlt Bornett die
Kooperation mit Innovationsexperten, z. B. aus dem Netzwerk der
Austrian Cooperative Research (ACR).

Grafiken und Tabellen mit Detailergebnissen unter:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice

Die KMU Forschung Austria ist Mitglied von Austrian Cooperative
Research (ACR), der Interessenvertretung der Kooperativen Forschung
in Österreich. ACR ermöglicht für kleine und mittlere Betriebe die
Umsetzung von Innovationen und ist ihr Netzwerkpartner in Forschung
und Forschungspolitik. www.acr.at

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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