• 12.05.2016, 13:22:12
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vida zu Tag der Pflege: Belastungen für Beschäftigte reduzieren!

Bundesweit einheitliche Personalbedarfsberechnung einführen, Finanzierung nachhaltig absichern

Utl.: Bundesweit einheitliche Personalbedarfsberechnung einführen,
Finanzierung nachhaltig absichern =

Wien (OTS) - „Am heutigen Internationalen Tag der Pflege möchten wir
den Beschäftigten in diesem Bereich unseren höchsten Respekt
aussprechen“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft vida, Gottfried
Winkler. „Dankende Worte alleine genügen aber nicht, wir müssen die
Arbeitsbedingungen der Pflege- und Betreuungskräfte weiter
verbessern.“ Dazu brauche es dringend eine nachhaltig abgesicherte
Finanzierung: „In den laufenden Verhandlungen zum Finanzausgleich
unterstützen wir die Position von Sozialminister Alois Stöger
bezüglich der Dotierung des Pflegefonds und der Überlegungen zu
Qualitätskriterien bei der Erbringung der Sachleistungen sowie der
Harmonisierung des Dienstleistungsangebots im Bereich der
Langzeitpflege.“++++

Der Pflegefonds, der vorerst bis 2018 dotiert ist, müsse so rasch wie
möglich in eine dauerhafte Lösung umgewandelt werden, fordert
Winkler: „Pflege und Betreuung im Alter oder im Krankheitsfall sind
sozialstaatliche Aufgaben. Wenn wir ein ausreichendes Angebot
sicherstellen wollen, braucht der Sektor dauerhaft mehr Geld. Wir
müssen einen unbefristeten Pflegefonds schaffen, der aus
vermögensbezogenen Steuern finanziert werden muss.“ Zudem müsse bei
der jährlichen Dotierung auf den steigenden Bedarf Rücksicht genommen
und eine Inflationsanpassung vorgenommen werden.

Der stellvertretende vida-Vorsitzende und Vorsitzende des vida
Fachbereichs Gesundheit, Willibald Steinkellner, bekräftigt die
Forderung der Gewerkschaft nach einer bundesweit einheitlichen
Personalbedarfsberechnung: „Pflegebeschäftigte brauchen
Arbeitsbedingungen die sicherstellen, dass Pflege und Betreuung auf
hohem Niveau möglich sind. In vielen Einrichtungen wird jedoch auf
dem Rücken der Beschäftigten gespart. Die ständig steigenden
Belastungen kombiniert mit chronischer Unterbesetzung sorgen für
einen drastischen Anstieg bei Burnout-Raten und berufsbedingten
Krankheiten.“

Die demographische Entwicklung zeige ganz klar, dass der Bedarf an
Pflegekräften weiter steigen wird, so Steinkellner: „Um dem Mangel an
qualifizierten Fachkräften entgegenzusteuern muss der Pflegeberuf
attraktiver werden. Dazu gehören entsprechende Ausbildungs- und
Arbeitsbedingungen ebenso wie eine angemessene Entlohnung. Der
aktuelle Stillstand bei Reform des Berufsrechts der Gesundheits- und
Krankenpflegeberufe ist daher umso schärfer zu kritisieren!“, so der
Gewerkschafter abschließend.

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