• 11.05.2016, 11:38:21
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Schwentner zum Internationalen Tag der Pflege: Langfristige Finanzierung und Entlastung von Angehörigen notwendig

Grüne: Unabhängig von Wohnort und finanzieller Lage Zugang zu qualitätsvoller Pflege und Betreuung gewährleisten

Utl.: Grüne: Unabhängig von Wohnort und finanzieller Lage Zugang zu
qualitätsvoller Pflege und Betreuung gewährleisten =

Wien (OTS) - „Die Organisation von Pflege und Betreuung ist einer
der drängendsten Fragen für die Zukunft unserer Gesellschaft. Wir
müssen sicherstellen, dass alle Menschen, unabhängig davon wo sie
wohnen und wie viel Geld sie gespart haben, einen Zugang zu
qualitätsvoller Pflege und Betreuung haben und Angehörige unter der
großen Last der Pflege nicht zusammenbrechen“, sagt Judith
Schwentner, Sozialsprecherin der Grünen, anlässlich des
Internationalen Tags der Pflege.

„Ich halte es daher für dringend notwendig, über eine langfristige
solidarische Finanzierung der Langzeitpflege zu diskutieren. Es ist
zu wenig, alle paar Jahre den Pflegefonds für eine weitere Etappe zu
verlängern. Ohne zusätzliche Mittel, die wir aus Erbschafts- und
Schenkungssteuern bekommen, werden wir nicht auskommen und ich finde
es auch nicht fair. Wir driften immer weiter in ein
Zwei-Klassen-Pflegesystem, bei dem entscheidend ist, wie viel Geld
man sich angespart hat, ob man Vermögen rechtzeitig vererbt hat und
ob und wie lange Angehörige pflegend zur Seite stehen können“,
erläutert Schwentner.

Mit dem Pflegefonds ist es bislang nicht gelungen, das Pflege- und
Betreuungsangebot österreichweit zu vereinheitlichen. „Es ist ein
unhaltbarer Zustand, dass von Ost bis West ein Unterschied gemacht
wird, wie viel ein Heimplatz kostet, wie viel Personal zur Verfügung
steht, wie dieses qualifiziert sein muss und wie die Qualität in
Heimen gesichert wird. Die Unterschiede sind nicht den
unterschiedlichen Bedürfnissen von Menschen geschuldet, sondern
allein unserem Föderalismus. Ich erwarte mir daher, dass im Zuge der
Finanzausgleichsverhandlungen nicht einfach Geld ins gleiche System
gepumpt wird, sondern auch Mindeststandards für die Qualität in
Pflegeeinrichtungen sowie einheitliche Tarife vorgegeben werden“,
stellt die Grüne klar.

„Zudem haben wir eine Verantwortung für pflegende Angehörige. Unser
Pflegesystem funktioniert nur deshalb, weil rund 500.000 Menschen
ihre Angehörigen tagtäglich betreuen und pflegen. Pflegende
Angehörige brauchen Entlastungsangebote und die Vereinbarkeit von
Beruf und Pflege verlangt mehr Aufmerksamkeit. Ein Rechtsanspruch auf
Pflegekarenz und Ersatzpflege sind notwendige nächste Schritte“, sagt
Schwentner.

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