- 04.05.2016, 11:07:21
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Österreichs Mentalität als Stolperstein für Silicon Austria?
Eine Änderung in der Herangehensweise ist von Nöten: Proaktives Denken „Ja und …“ statt passiver Resistenz „Ja, aber …“ ist der Weg der Zukunft
Utl.: Eine Änderung in der Herangehensweise ist von Nöten:
Proaktives Denken „Ja und …“ statt passiver Resistenz „Ja,
aber …“ ist der Weg der Zukunft =
Wien (OTS) - Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes
Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (kurz
UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), läutete den ersten
CMC Mastersclub des Jahres ein: „Start up oder start nie! Weiß man im
Silicon Valley wie es geht. Steht sich Österreich selber im Weg? Oder
sind traditionelle Gründer von wichtigerer Bedeutung für die
Wirtschaft?“ Am 20. April lud Gastgeber Alfred Harl zwei Experten,
Mario Herger, Gründer und Partner von Enterprise Garage Consulting
aus dem Silicon Valley, und Berthold Baurek-Karlic, CEO von
Venionaire Capital Ges.m.b.H, ins Looshaus am Michaelerplatz in Wien
ein. Gemeinsam sollten Einblicke in das Silicon Valley und dessen
Mind Set gegeben werden. Mario Herger: „Im Silicon Valley herrscht
eine komplett andere Mentalität. Dort gilt in der Praxis ‚Ja und‘. In
Österreich neigen wir dazu ‚Ja, aber …‘ zu sagen. Das liegt an
geringer Risikobereitschaft und fehlender Fehlerkultur. Damit bauen
wir uns selbst Barrieren auf!“
Experten aus der Wirtschaft
Der CMC MastersClub (Certified Management Consultants) ist die
Business Plattform für alle CMCs und veranstaltet exklusive regionale
und bundesweite Networking-Events. Damit wird den CMCs der direkte
Kontakt zu interessanten KooperationspartnerInnen und KundInnen
eröffnet. Neben den Vertretern des Fachverbandes UBIT, Obmann Alfred
Harl und Geschäftsführer Philipp Graf, der incite (Geschäftsführer
Alfons Helmel) und den beiden Impulsgebern Mario Herger und Berthold
Baurek-Karlic fanden sich auch viele Experten aus der
Beratungsbranche ein. Unter den knapp 70 Teilnehmer tummelten sich
unter anderem Renate Juliana Danler, Renate Danler Consulting e.U.,
Alexander Loisel (LOISEL SPIEL ZACH GmbH), Peter Hief (Private
Banking Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien), Alexander Klug
(Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien), Sabine Fischer (SYMFONY Consulting
Dr. Sabine M. Fischer), Peter Martens vom Österreichischen
Wirtschaftsverlag, Heinz Michalitsch (Michalitsch Consulting) und
viele mehr.
Hidden Champions
„Österreich sei ein Land der Tradition. Österreich ist ein Land des
Wohlstands und gilt als eines der reichsten Länder Europas.
Österreich ist auch ein Land der freien Bildung, was kreative Köpfe
zum Vorschein bringt – Resultat: Hidden Champions!“, erklärte
Berthold Baurek-Karlic das Erfolgsrezept des Wirtschaftsstandorts
Österreichs. „Österreich beherbergt 256 Hidden Champions – nach EU
Definition sogar 350. Österreich ist ein beliebtes Reise- und
Fluchtziel, aber keines für Unternehmer & Talents. Viele junge Leute
verlassen Österreich für eine Karriere in anderen Ländern. Hier
müssen wir definitiv Rahmenbedingungen verbessern!“, ergänzte er. Die
Fakten belegen: Nur ungefähr 10 % der österreichischen Studierenden
möchten nach ihrem Studium selbst Unternehmer werden, der Großteil
möchte in eine Anstellung. Vergleicht man diese Zahlen mit der London
Business School (60%) liegt man doch deutlich zurück.
Das Silicon Valley Mindset
„Man muss eine Erfindung von der Innovation unterscheiden. Die
Erfindung ist nur eine Idee für eine mögliche Innovation. Zur echten
Innovation wird diese erst nach Umsetzung und Implementierung in den
Markt. Da sind uns andere Länder voraus“, sagte Mario Herger.
Start-ups und Hidden Champions sind die Zukunftspotentiale der
Wirtschaft. Das zeigt sich auch am Unternehmenswert. Während der
Fahrdienstleister UBER mittlerweile auf über 60 Milliarden Dollar
geschätzt wird, liegt Österreichs Traditionsunternehmen OMV bei
vergleichsweise niedrigen 10 Mrd. Euro. „Für erfolgreiche
Innovationen braucht es viele Ideen. Dazu reicht nicht nur eine
einzige Idee. Man muss sich auch auf das Fehlschlagen einlassen und
Ideen neutral gegenüberstehen. Hier ist die Notwendigkeit des
richtigen Mindsets und die vielzitierte Fehlerkultur besonders
bedeutend!“, unterstrich er den Vorsprung des Silicon Valley.
(PWK335/JR)
Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT
(UBIT)
Mit mehr als 64.000 Mitgliedern gehört der Fachverband
Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und
dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er
nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den
Bereichen Unternehmensberatung, Buchhaltung und
Informationstechnologie wahr. Ziel ist es, berufsrelevante
Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der
Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche
Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere
Informationen auf http://www.ubit.at und http://www.beratertag.at
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