- 03.05.2016, 16:17:26
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No-Hate-Speech: Parlament engagiert sich in Europarat-Kampagne
Präsentation von Lehrmaterialien zur menschenrechtlichen Bildung
Utl.: Präsentation von Lehrmaterialien zur menschenrechtlichen
Bildung =
Wien (PK) - Sensibilisierung und Kompetenzbildung im Umgang mit Hate
Speech - besonders auf online-Kanälen - dem hat sich der Europarat
2013 mit einer eigenen Kampagne verschrieben. Das österreichische
Parlament beteiligt sich an diesen Initiativen, die besonders
Jugendliche und PädagogInnen ansprechen. Vor allem die
Demokratiewerkstatt mit ihren Workshops zur politischen Bildung hat
in den letzten Jahren den Fokus vermehrt auf Mobbing, gerade in
Sozialen Medien, gerichtet. Anlässlich der Publikation des No-Hate-
Speech-Handbuchs "Bookmarks" in deutscher Übersetzung bat heute
Parlamentsdirektor Harald Dossi in das Palais Epstein, wo die
Demokratiewerkstatt verortet ist. Das Nachschlagwerk mit praxisnahen
Materialien biete gute Unterstützung für die tägliche pädagogische
Arbeit, so Dossi in Richtung der zahlreichen BesucherInnen aus der
schulischen und außerschulischen Jugendarbeit.
Gewalt in der Sprache durch online-Medien intensiviert
Die Auseinandersetzung mit verbaler Gewalt gewinne durch das
Erstarken des Internets in der Kommunikation an Bedeutung, verwies
Demokratiewerkstatt-Leiterin Elisabeth Schindler-Müller auf die hohe
Nachfrage nach Angeboten wie jenen der Medien- und
Partizipationswerkstatt, die mit Kindern und Jugendlichen
Manipulation durch Information und Sprache behandelt. Aktuelle Themen
dabei sind das Erkennen von Stereotypen und die Erfahrung von
Vielfalt als positiver Wert. Hassrede gegen Gruppen sowie
Einzelpersonen habe es schon immer gegeben, durch das Internet würden
aber vielfach Hemmschwellen leichter überschritten - von Menschen
jeden Alters, war der generelle Tenor des Diskussionsforums zur No-
Hate-Speech Aktion, die der Europarat noch bis 2017 verlängert.
Praktiken zur präventiven Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen
beschrieben in der Debatte Sigrid Steininger, im Bildungsministerium
zuständig für politische Bildung, Wiens Landesjugendreferent Karl
Ceplak, die Leiterin der Beratungsstelle Extremismus Verena Fabris,
und Bernhard Jungwirth, Projektleiter von Saferinternet.at des
Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation.
Lebensnahe Zugänge zur Hassprävention
"Bookmarks. Bekämpfung von Hate Speech im Internet durch
Menschenrechtsbildung" kann für den Schulunterricht und für
außerschulische Bildungsarbeit über den Online-shop von "Zentrum
polis - Politik lernen in der Schule" bestellt werden und steht dort
auch zum kostenlosen Download bereit. Die Präsentation des Buchs
beziehungsweise relevanter Praxisbeispiele übernahmen bei der
heutigen Veranstaltung für polis Sabine Liebentritt und Elisabeth
Turek. Für die allgemeine Moderation zeichnete Magdalena Schwarz von
der Bundesjugendvertretung verantwortlich. (Schluss) rei
HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie im Fotoalbum auf
www.parlament.gv.at.
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