• 02.05.2016, 10:00:35
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Mehr Wertschätzung und Freiheit für Wiens Unternehmerinnen und Unternehmer!

Offener Brief an die Stadt Wien

Utl.: Offener Brief an die Stadt Wien =

Wien (OTS) - Wiens Unternehmerinnen und Unternehmer sind in den
unterschiedlichsten Branchen aktiv und leisten – alleine oder
gemeinsam mit ihren Teams – Tag für Tag Großartiges. Sie sind es, die
Wertschöpfung und Arbeitsplätze in unserer Stadt schaffen.

Zum „Tag der Arbeitgeber“ am 30. April und zum "Tag der Arbeit" am 1.
Mai wollen wir aber darauf aufmerksam machen, dass mit überbordender
Bürokratie, steigenden finanziellen Belastungen und rigiden
Kontrollen unternehmerische Existenzen und Arbeitsplätze gefährdet
werden.

Die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer sind der Meinung, dass
Bürokratie zu Lasten von Wachstum und Arbeitsplätzen geht. 57% der
Selbstständigen geben an in neue Arbeitsplätze zu investieren, wenn
bürokratische Belastungen gesenkt würden. Durchschnittlich wenden
Wiener Betriebe jährlich 1.906 Euro pro Mitarbeiter auf, um allen
gesetzlichen Informationspflichten nachzukommen. Der bundesweite
Vergleichswert liegt bei 1.785 Euro.

Unternehmerinnen und Unternehmer erfüllen unzählige Auflagen korrekt.
Sie entziehen sich keiner Kontrolle von Behörden. Leider werden diese
aber oftmals nicht mit dem nötigen Feingefühl, Verständnis und
Praxisorientierung durchgeführt. Das größte Gründungsmotiv, die
unternehmerische Freiheit, kommt damit im unternehmerischen Alltag
leider zu kurz.

Diese Grundsätze zeigen sich an einem praktischen Beispiel des
Gastronomen Andreas Flatscher, Eigentümer des Restaurant „Flatschers“
in Wien Neubau:
Er ist seit 5 Jahren als Gastronom in Wien tätig und stolzer
Arbeitgeber von derzeit 43 Personen aus 15 verschiedenen Nationen.
Durch seine unternehmerische Leistung und durch die Tatkraft seines
Teams, profitiert die öffentliche Hand in vielfacher Weise: Die durch
ihn abgeführten Sozialversicherungsbeiträge, Lohn- und Kommunalsteuer
sowie U-Bahnsteuer, ergeben mehrere zehntausend Euro pro Monat. Diese
Summen fließen direkt in unser Sozial- und Gesundheitssystem und
sichern damit die lebenswerteste Stadt der Welt.

Das Geschäftslokal für das heutige Restaurant war mit einer
bestehenden, geprüften und nach damaliger Rechtslage genehmigten
Betriebsanlage ausgestattet. Ohne bauliche Veränderungen am Lokal
oder der Betriebsanlage durchzuführen, mussten bis heute insgesamt
300.000 Euro investiert werden – einzig und allein um den Betrieb
aufrecht erhalten zu dürfen.

Heute bestehen fertige Pläne zur Erweiterung. 250.000 Euro
Investitionssumme und 5 neue Vollzeitarbeitsplätze wären die
Konsequenz. Verhindert wird dieses Vorhaben aber durch
unverhältnismäßige Auflagen.

Gastronom Andreas Flatscher ist einer von vielen Unternehmerinnen und
Unternehmer, die sich mehr Freiheit und Wertschätzung wünschen.
Gerade zum 30. April, dem Tag der Arbeitgeber, und im Hinblick auf
die von ihm geschaffenen Arbeitsplätze zum 1. Mai, muss die
Aufmerksamkeit besonders auf diese Personen gerichtet werden.

Zeigen wir den Selbstständigen dieser Stadt eine neue Perspektive.
Reduzieren wir Bürokratieauflagen, streichen wir Bagatellsteuern wie
die Vergnügungssteuer und Werbeabgabe, befreien wir Lehrbetriebe von
der Kommunalsteuer, öffnen wir Anrainerparkplätze für
Wirtschaftstreibende, schaffen wir Tourismuszonen wie in allen
anderen 8 Bundesländern und lösen wir die Schanigartenfrage im Sinne
aller betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer.

Zusammengefasst:
Geben wir dem Unternehmertum wieder Wertschätzung und Freiheit
zurück!

Unterzeichnet von:

Andreas Flatscher, Gastronom und stolzer Arbeitgeber

Peter Dobcak, Wirtschaftsbund Fachgruppenobmann Gastronomie

Christoph Biegelmayer, Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WBW

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