• 01.05.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Hase und drei Igel" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 2. Mai 2016

Utl.: Ausgabe vom 2. Mai 2016 =

Linz (OTS) - Die schlechteste Ausgangsbasis für ein Aufpäppeln der
maroden Sozialdemokratie ist der Irrtum! Aber genau dieser grassiert
bei den Genossen weiter. Das zeigt auch der gestrige 1. Mai.
Wenn Genosse Werner Faymann für sich in Anspruch nimmt, „aus
Überzeugung zu handeln“ und in der Flüchtlingsfrage „einen Standpunkt
zu haben, den viele nicht wollen“, so irrt er. Und zwar schon
semantisch an mehreren Stellen.
Erstens, ist „Handeln“ seit jeher nicht seine Stärke. Und, dass er
einen Standpunkt habe, ist schon seit seinem dubiosen
Anbiederungsbrief an ein Wiener Medium (2008 zur Frage einer
EU-Volksabstimmung) reiner Selbstbetrug. Die Flüchtlingskrise hat die
Wankelmütigkeit Faymanns nochmals offenbart, als er im Takt mancher
Medien einen Salto nach dem anderen hingelegt hat. Überzeugungen mag
Faymann haben, aber im Sog seiner schreibenden Schutzschilder sind
Überzeugungen immer wieder schnell Schall und Rauch.
Und so wurde der SPÖ-Vorsitzende zum politischen Hybrid. Nicht Fisch,
nicht Fleisch. Und ständig zu spät — an der linken Flanke sind andere
längst da, bevor Faymann in Sozialfragen daherschnauft und an der
rechten Flanke stößt die FPÖ längst auf ihre Erfolge in der
Arbeiterschaft an, bevor Faymann den Arbeiterfrust bemerkt. So hat
sich Hase Faymann im Rennen gegen drei listige Igel (Links, Rechts,
Boulevard) zu Tode taktiert und damit sein politisches Ende
besiegelt.

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