• 28.04.2016, 12:22:30
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AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Kostenloser Zugang zum eigenen Einkommen muss außer Frage stehen!“

Linz (OTS) - Rechtlich wird es noch Jahre dauern, bis die Frage
geklärt ist, trotzdem kocht die Diskussion rund um sie wieder hoch:
Dürfen Banken eine Bankomatgebühr verlangen oder nicht? Nein, sagt
die AK: „Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um
ein für allemal klarzustellen: Alle, die ein Konto besitzen, müssen
auch kostenlos auf ihr Einkommen zugreifen können“, sagt AK Präsident
Dr. Johann Kalliauer.

Gehaltskonten ermöglichen den Arbeitgebern, Löhne und Gehälter ohne
zusätzliche Aufwände und hohe, kostspielige Bargeldbestände
abzuwickeln. In der Vergangenheit haben Banken diese Transaktionen in
Form von einigen Valutatagen genützt und sich damit ein Körberlgeld
verdient. Oft mussten Arbeitnehmer/-innen dadurch länger auf den
Gehaltseingang auf ihrem Konto warten. Nachdem dies nach Einführung
des Zahlungsdienstegesetz nicht mehr möglich ist, sollen nun unter
anderem Bankomatgebühren zusätzliche Erträge bringen.

Doch die Konsumenten/-innen müssen jetzt schon laufend die Einführung
neuer Gebühren und unüberschaubare Kontomodelle hinnehmen. Die im
Paket enthaltenen Leistungen sind oft nicht nachvollziehbar und zu
viele Dienste werden gesondert in Rechnung gestellt. Jetzt wollen
Banken auch noch für die Bargeldauszahlung am
Selbstbedienungsautomaten kassieren. „Es ist nicht einzusehen, warum
Konsumentinnen und Konsumenten fixe Beträge für ein Kontopaket zahlen
und dann erst recht wieder jede Leistung extra verrechnet bekommen“,
ärgert sich AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Jeder kann sich gegen die Einführung wehren
• Vor der Neueröffnung eines Kontos sollten Sie besonders sorgfältig
auf die inkludierten Leistungen schauen und mit Ihren tatsächlichen
Anforderungen abgleichen.
• Konsumenten/-innen mit bestehenden Kontoverträgen können der
Einführung von neuen Gebühren widersprechen. Lesen Sie dazu die
Benachrichtigungen Ihrer Bank gut durch.
• Sollten Ihnen bereits Gebühren für Bankomatbehebungen verrechnet
worden sein, hinterfragen Sie die vertraglichen Grundlagen. Eine
Einführung neuer Gebühren ist grundsätzlich ohne Ihre Zustimmung
nicht zulässig und bereits verrechnete Beträge können zurück
gefordert werden.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Bank im Falle Ihres
Widerspruchs ihr Kündigungsrecht ausübt und Sie sich innerhalb von 2
Monaten ein neues Konto suchen müssen. Mit Hilfe des
AK-Bankenrechners unter www.ooe.konsumentenschutz.at können Sie ein
geeignetes neues Kontopaket finden.

„Während die Gewinne für Unternehmen und Aktionäre steigen, wird bei
den Kunden laufend an der Kostenschraube gedreht! Dagegen werden wir
uns wehren“, kündigt Kalliauer an.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO

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