• 27.04.2016, 10:01:08
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Symposium "Wirtschafts- und Finanzkommunikation" | Nachbericht

Fachtagung beleuchtete Kommunikation in der Finanzwelt

(v.l.n.r.): Tassilo Pellegrini, Gabrielle
Wanzenried, Susanne Lederer-Pabst, Monika Kovarova-Simecek, Hannes
Raffaseder (Prokurist und Leiter Forschung und Wissenstransfer, FH
St. Pölten), Ute Greutter, Helmut Kammerzelt (Leiter Department
Medien und Wirtschaft, FH St. Pölten), Martin Kwauka.

Utl.: Fachtagung beleuchtete Kommunikation in der Finanzwelt =

St. Pölten (OTS/FHSTP) - Beim zweiten Symposium „Wirtschafts- und
Finanzkommunikation“ des Departments Medien und Wirtschaft der
Fachhochschule St. Pölten diskutierten kürzlich namhafte Expertinnen
und Experten darüber, ob und wie die Kommunikation in der Finanzwelt
funktioniert. Rund 80 Gäste – darunter etwa Journalistinnen und
Journalisten, VertreterInnen börsennotierter Unternehmen sowie
Fachleute aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Public Relations
oder Sozialwissenschaften – nutzten die Gelegenheit, diesem
spannenden Thema in fünf Praxis- und drei Forschungsvorträgen
nachzugehen.

Birgit Kuras, Mitglied des Vorstands der Wiener Börse, gewährte in
ihrem Vortrag einen praktischen Einblick in die Finanzkommunikation
an der Wiener Börse. Susanne Lederer-Pabst, Geschäftsführerin von
4-your-biz.com, thematisierte die mediale Berichterstattung zum Thema
Eigenvorsorge in österreichischen Zeitungen. Ute Greutter,
Finanzkommunikationsexpertin und Mitglied des Vorstandes des PRVA,
sprach über die Möglichkeiten des Storytellings im Zuge der
Regelpublizität. Mit den kulturellen und kommunikativen
Besonderheiten der chinesischen Börsenmärkte beschäftigte sich
Leopold Quell, Fondsmanager und Experte für chinesische Börsen- und
Finanzmärkte der Raiffeisen Capital Management. Finanzjournalist
Martin Kwauka zeigte die Perspektive des Journalismus auf und
referierte zur Frage "Welche Wege führen aus dem aktuellen Dilemma
des Finanzjournalismus und wohin sollen sie führen?". Mit
Technologieinnovationen im Financial Reporting befasste sich Tassilo
Pellegrini, Dozent an der FH Pölten. Zukunftsforscher Dirk Solte
referierte über den Zusammenhang zwischen der Instabilität des
Finanzsystems und der allgemeinen Financial Literacy (finanzielle
Allgemeinbildung). Zum Abschluss präsentierten Monika
Kovarova-Simecek, Dozentin an der FH St. Pölten und Gabrielle
Wanzenried, Professorin an der Hochschule Luzern, eine Studie zum
Stand, den Determinanten und Implikationen der Financial Literacy in
Bezug auf Pensionsvorsorge und Anlageverhalten. Die Studie vergleicht
den Status quo in Österreich und der Schweiz und beantwortet auch
die Frage, welche Informationsquellen für ÖsterreicherInnen und
SchweizerInnen relevant sind, wenn sie sich mit Finanzen
beschäftigen.

"Finanzkommunikation ist keine Angelegenheit ausgewählter
ExpertInnenkreise, sondern ein großes gesellschaftliches Thema mit
vielen mikro- und makroökonomischen Implikationen. Gute Kommunikation
von Finanzinformationen gepaart mit Financial Literacy kann dazu
beitragen, den Wohlstand einer Gesellschaft positiv zu beeinflussen.
Das Bewusstsein dafür ist da. Was fehlt, sind adäquate politische
Initiativen wie z.B. die Aufnahme von Themen rund um Finanzwesen in
die Lehrpläne von Pflichtschulen. Das Symposium stimmte uns aber
hoffnungsfroh, dass Änderungen möglich sind“, sagt Monika
Kovarova-Simecek, FH-Dozentin am Department Medien und Wirtschaft und
Organisatorin des Symposiums.

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