Neues Volksblatt: „Schware Partie“ von Markus EBERT

Ausgabe vom 27. April 2016

Linz (OTS) - Soll der versprochene Neustart der Koalition gelingen, sollten sich die zwei Parteichefs vor allem eines wünschen: Nämlich von öffentlich erteilten, gut gemeinten Ratschlägen aus den jeweils eigenen Reihen nach Möglichkeit verschont zu bleiben. Denn, so heißt es bekanntlich: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut und auch Ratschläge sind Schläge.
Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner haben jetzt ein vierwöchiges Zeitfenster, um diesen Neustart vorzubereiten. Jetzt gehört die innenpolitische Bühne einmal den beiden Präsidentschaftsanwärtern; sie sind gestern zur zweiten und finalen Werberunde aus den Startblöcken gekommen — mit vorerst einmal bekannten Botschaften. Dass von Norbert Hofer (FPÖ) eine Absage an einen Lagerwahlkampf kam — er wolle vermeiden, „dass in diesem Wahlkampf, wo zwei Persönlichkeiten mit unterschiedlicher Geschichte aufeinanderstoßen, die Leute glauben, dass es zu einer Spaltung kommen muss. Das ist unsinnig.“ —, sollte aber vor allem die Linken interessieren, die gegen den Blauen mobil machen wollen. Immerhin hat selbst Grünen-Chefin Eva Glawischnig keine Freude mit angekündigten Demonstrationen, sind sie doch für Van der Bellen ungefähr so nützlich wie die angesprochenen öffentlichen Ratschläge für die Parteichefs. Ob Neustart der Regierung oder in der Hofburg:
Österreichs Innenpolitik bleibt eine „schware Partie“.

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