• 26.04.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: „Schware Partie“ von Markus EBERT

Ausgabe vom 27. April 2016

Utl.: Ausgabe vom 27. April 2016 =

Linz (OTS) - Soll der versprochene Neustart der Koalition gelingen,
sollten sich die zwei Parteichefs vor allem eines wünschen: Nämlich
von öffentlich erteilten, gut gemeinten Ratschlägen aus den jeweils
eigenen Reihen nach Möglichkeit verschont zu bleiben. Denn, so heißt
es bekanntlich: Gut gemeint ist das Gegenteil von gut und auch
Ratschläge sind Schläge.
Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner haben jetzt ein vierwöchiges
Zeitfenster, um diesen Neustart vorzubereiten. Jetzt gehört die
innenpolitische Bühne einmal den beiden Präsidentschaftsanwärtern;
sie sind gestern zur zweiten und finalen Werberunde aus den
Startblöcken gekommen — mit vorerst einmal bekannten Botschaften.
Dass von Norbert Hofer (FPÖ) eine Absage an einen Lagerwahlkampf kam
— er wolle vermeiden, „dass in diesem Wahlkampf, wo zwei
Persönlichkeiten mit unterschiedlicher Geschichte aufeinanderstoßen,
die Leute glauben, dass es zu einer Spaltung kommen muss. Das ist
unsinnig.“ —, sollte aber vor allem die Linken interessieren, die
gegen den Blauen mobil machen wollen. Immerhin hat selbst
Grünen-Chefin Eva Glawischnig keine Freude mit angekündigten
Demonstrationen, sind sie doch für Van der Bellen ungefähr so
nützlich wie die angesprochenen öffentlichen Ratschläge für die
Parteichefs. Ob Neustart der Regierung oder in der Hofburg:
Österreichs Innenpolitik bleibt eine „schware Partie“.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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