Bayr: Bewusstsein für Situation von schwangeren Flüchtlingen schaffen

SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung bei Pressekonferenz zur „Mutternacht“ mit Fokus auf weibliche Flüchtlinge

Wien (OTS/SK) - Anlässlich der seit 2011 stattfindenden „Mutternacht“ hielten SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr, der Samariterbund Österreich und die Hilfsorganisation CARE am Dienstag eine gemeinsame Pressekonferenz zum Thema „Frauen und Mütter auf der Flucht“ ab. „In der Mutternacht wollen wir jener Frauen und Mädchen gedenken, die aufgrund ihrer Schwangerschaft sterben“, betonte Bayr. Die diesjährige Mutternacht legt einen Fokus auf flüchtende Frauen und Mädchen, um auf die Situation von schwangeren Flüchtlingen, aber auch auf deren sexuelle Selbstbestimmung aufmerksam zu machen. ****

„Weibliche Flüchtlinge, die bei uns ankommen, sind doppelt so häufig schwanger wie Österreicherinnen in derselben Altersgruppe und dies leider oft aufgrund von sexueller Gewalt und unerwünschten Schwangerschaften“, stellte die SPÖ-Bereichssprecherin fest. Aus aktuellem Anlass liegt der Schwerpunkt der „Mutternacht“ somit auf flüchtenden Frauen und Mädchen, um Bewusstsein dafür zu fördern und die notwendige Unterstützung für Schwangere auf der Flucht zu fordern.

Das fünfte der Anfang des Jahrtausends festgelegten „Millennium Development Goals“ sah eine Senkung der Muttersterblichkeit um 75 Prozent vor. „Dieses Ziel wurde am wenigsten von allen acht vorgenommenen Zielen erreicht und das obwohl es eigentlich das billigste wäre“, kritisierte Bayr und verwies dabei auf den ideologischen Hintergrund des Ziels. „Wenn es um Verhütung, Zugang zu Abtreibungen und generell um sexuelle Selbstbestimmung geht, scheitert es oft an religiösen Fundamentalisten, an totalitären Regimen, aber auch einfach an patriarchalen Denkmustern“, so die SPÖ-Bereichssprecherin.

Anlässlich des Muttertags Anfang Mai findet seit 2011 die „Mutternacht“ statt. Organisiert wird diese durch eine gleichnamige Plattform, bestehend aus Parlamentsparteien und NGOs. Mit der Mutternacht will die Plattform vor allem Bewusstsein für die Situation von schwangeren Frauen in Entwicklungsländern schaffen. „225 Millionen Frauen würden gerne verhüten, können dies aber aufgrund mangelnden Zugangs zu Verhütungsmitteln nicht tun. Ebenfalls haben nur ein Drittel aller Mütter weltweit medizinisch begleitete Geburten. Mit der Mutternacht wollen wir unter anderem darauf aufmerksam machen und auch in der Entwicklungspolitik ein größeres Bewusstsein für die sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen erzeugen“, erklärte Bayr. (Schluss) mr/mb

Service: http://www.mutternacht.at/

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