- 25.04.2016, 15:37:38
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Bahn-Paket für Kärnten: Rund zwei Milliarden Euro an Investitionen bis 2021
BM Klug, LH Kaiser, LR Holub und ÖBB-CEO Kern fixierten Investitionspaket – Enormer Schub für Verkehrs-, Wirtschafts- und Infrastruktur-Standort – 30.000 Arbeitsplätze gesichert
Utl.: BM Klug, LH Kaiser, LR Holub und ÖBB-CEO Kern fixierten
Investitionspaket – Enormer Schub für Verkehrs-, Wirtschafts-
und Infrastruktur-Standort – 30.000 Arbeitsplätze gesichert =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Bis 2021 werden über 1,9 Milliarden Euro in
die Kärntner Schieneninfrastruktur investiert. Hinzu kommen noch 60
Millionen (bis 2023) für die Stärkung des Kärntner Nahverkehrs. Dies
wurde heute, Montag, im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgegeben.
Bundesminister Gerald Klug, Landeshauptmann Peter Kaiser,
Verkehrslandesrat Rolf Holub und ÖBB-CEO Christian Kern präsentierten
dieses Bahn-Paket für Kärnten und nahmen die entsprechende
Vertragsunterzeichnung vor. Sie betonten die enorme Bedeutung der
Bahn und ihres Ausbaus für Kärnten.
„Österreich ist in der EU das Bahnland Nummer 1, im Personenverkehr
wie auch im Güterverkehr“, sagte BM Klug. „Nun will man weiterhin die
Bahn in Kärnten stärken“. Allein heuer würden 250 Mio. Euro in die
Bahninfrastruktur fließen, also in die Modernisierung von Bahnhöfen,
Barrierefreiheit und Sicherheitsmaßnahmen. „Die Arbeitsaufträge
sollen dabei zu 80 Prozent den Unternehmen in Kärnten zugutekommen“.
Dies bedeute vor allem Jobs und wiederum Jobs. "Wir investieren in
den kommenden Jahren rund zwei Milliarden Euro in die Kärntner
Schieneninfrastruktur. Damit stärken wir den Wirtschaftsstandort und
sichern über 30.000 Arbeitsplätze", sagte der Minister.
„Die Koralmbahn wird den Süden Österreichs in das wirtschaftliche
Zentrum Europas rücken“, so Klug. Eine Verbesserung der
Lebensqualität, auch durch Reisezeitverkürzung, sei die Folge. „Von
Graz nach Klagenfurt wird man künftig nur noch 45 Minuten benötigen
und von Wolfsberg nach Klagenfurt 35 Minuten, was den großen Mehrwert
nach dem Koralmbahn-Ausbau deutlich macht“. Bahninvestitionen seien
auch ein Signal an die Jugend, sagte der Minister.
Landeshauptmann Peter Kaiser zeigt sich über das große Investment
erfreut. Dieses sei gerade in schwierigen Zeiten für Kärnten enorm
wichtig, dankte Kaiser allen Verantwortlichen von Bund, ÖBB und Land
Kärnten. Viele Vorarbeiten seien nötig gewesen, um dieses positive
Ergebnis zu erzielen. Er wies auf die enormen Arbeitsplatzeffekte
hin. „Umgerechnet bedeutet das Bahnpaket für Kärnten die Sicherung
von rund 30.000 Arbeitsplätzen. Kärnten wird durch diese
Großinvestitionen als Verkehrs-, Wirtschafts- und
Infrastrukturstandort erheblich aufgewertet“.
Das Modell der S-Bahn habe sich als durchschlagender Erfolg
herausgestellt, die Verkehrsgewohnheiten würden sich mehr und mehr
verändern. „Dieses Investitionspaket stellt eine Win-Win-Win
Situation dar, weil damit sowohl die Bevölkerung als auch die ÖBB und
das Land profitieren“, so Kaiser.
Landesrat Holub sprach von einem „schönen Tag für Kärnten“. Man habe
mit diesem Kärnten-Paket Historisches geschaffen, dankte auch Holub
allen Beteiligten. Mit der S4 werde eine neue S-Bahn-Linie eingeführt
und Hermagor damit im Stundentakt erreichbar werden. Ebenso werde die
S3 entscheidend verlängert. „Früher habe es eine Abwärtsspirale
gegeben, nunmehr wurde ein Paradigmenwechsel für die Bahn und für die
öffentlichen Verkehrsmittel eingeleitet“. Auch im oberen Gailtal
werde der Nahverkehr durch Busse mehr als ausgeglichen. Holub sagte,
dass insgesamt 14 Bahnhöfe barrierefrei umgestaltet werden. Er
erwarte auch, „dass der neue Cityjet bald nach Kärnten fahren wird“.
Auch sei es vernünftig, dass mit dem in Kärnten gewonnenen Strom der
elektrische Betrieb der Bahn realisiert werde. Der gesamte
Personennahverkehr werde elektrifiziert, dies habe einen
unschätzbaren Wert für den Klimaschutz, so Holub. Das Kärnten Paket
stärke den Öffentlichen Verkehr in Kärnten und schafft mit
Investitionen von 60 Millionen Euro die Basis für einen modernen und
zukunftsfähigen Öffentlichen Verkehr.
ÖBB-CEO Kern strich ebenfalls die Wichtigkeit der Großinvestitionen
in Kärnten hervor. „Ziel der ÖBB ist es, immer mehr Fahrgäste zu
gewinnen, was auch erfolgreich gelingt“. Er sagte, dass die Zeitachse
und die budgetären Maßnahmen für die Koralmbahn halten werden. Der
Ausbau der Koralmbahn als Teil der Südbahn und der
Baltisch-Adriatischen Achse sei notwendig, da die Transportvolumina
immer größer werden. „Gemeinsam mit dem Land Kärnten wird auch die
Erfolgsgeschichte der S-Bahn fortgesetzt“, so Kern.
Info: www.oebb.at
(Schluss)
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